Benefizspiel für Serkan Çalar beschert mehr als 6000 Euro

11.08.2026 10:00 // hk

Das Benefizspiel zwischen Zweitligist Eulen Ludwigshafen und Drittligist HG Saarlouis endete am Samstagabend 27:27. Viel wichtiger aber ist ein ganz anderes Ergebnis: Etwas mehr als 6000 Euro wurden beim Benefizspiel zum Gedenken an Serkan Çalar durch den Ticketverkauf und durch Spenden eingespielt. Der Erlös wird vom Weißen Ring, einer Organisation, die sich Verbrechensopfern annimmt, an die Familie des im Dienst durch brutale Gewalt tödlich verletzten Zugbegleiters aus Ludwigshafen überwiesen.

Danke!!!

„Wir freuen uns, dass ein wirklich schöner Betrag zusammengekommen ist. Wir sind jedem einzelnen Spender und jedem Zuschauer dankbar für die Unterstützung“, sagte Eulen-Geschäftsführer Andreas Olbert nach dem Kassensturz. „Es hat mich, es hat uns alle sehr berührt, die Eltern und Kinder, die Brüder von Serkan, die Familie Çalar kennenzulernen“, sagte Olbert. „Es waren herzliche Dankesworte an einem sehr emotionalen Abend. Es war schön zu erleben, dass Serkans Söhne, die mit den Kapitänen einliefen und die Einlaufkinder anführten, sich über diese Rollen extrem gefreut haben“, sagte Olbert.

„Es geht um Fortschritt“

Den Reigen ihrer Testspiele setzen die Eulen am Mittwoch (18.30 Uhr) in der Günter-Braun-Halle gegen den Zweitliga-Rivalen TV Großwallstadt fort. In der letzten Saison gingen der TVG als Tabellenzwölfter und die Eulen als 13. mit jeweils 24:44 Punkten durchs Ziel. „Es geht weniger ums Ergebnis, sondern viel mehr um Fortschritt“, proklamiert Eulen-Trainer Michael Haaß das Ziel des Abends. Haaß: „Großwallstadt hat eine gute, ambitionierte Mannschaft. Ich bin froh, dass wir den Test haben. Das ist nochmal ein Gradmesser.“ Das Spiel dient ob der Ausfälle von Bruno Eickhoff, Marc-Robin Eisel, Mihailo Ilic und Lars Röller als Möglichkeit Spieler in Positionen zu testen, auf denen sie nicht zuhause sind. Improvisieren – eine Kernaufgabe für Haaß. Sebastian Bösing, gegen Saarlouis nicht dabei, wird gegen Großwallstadt spielen und Simon Schwarz als Kreisläufer entlasten. Der spielte gegen Saarlouis fast 60 Minuten, machte 6 von 7, und bot eine kämpferisch überragende Leistung.

Die kleine Filiale

Der TV Großwallstadt wird weiterhin von André Lohrbach gecoacht. Die Mainfranken sind so etwas wie eine kleine Filiale der Eulen: Nach Yessine Meddeb und „Sebi“ Trost, den nach gutem Start im letzten Jahr ein Kreuzbandriss ausbremste, kamen diesen Sommer zwei weitere ehemalige Eulen-Profis dazu: Linkshänder Jannek Klein wechselte aus Potsdam zum TVG. Ziga Urbic verabschiedete sich nach fünf Jahren in Ludwigshafen und heuerte in Großwallstadt an.

Fotos: Harry Reis, TV Großwallstadt

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