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Anwurf Andreas Olbert
Liebe Eulen-Fans, heute ist wieder Krimi-Zeit, Zeit einen neuen Handball-Krimi live zu erleben.
Handball in der Friedrich-Ebert-Halle – das verspricht einmal mehr Hochspannung und Dramatik. Ich hoffe Sie alle, Euch alle, am Freitag (20.00 Uhr) zu unserem Heimspiel gegen GWD Minden begrüßen zu dürfen. Der Bundesliga-Absteiger hat nach fünf Spieltagen den Trainer gewechselt, Aaron Ziercke durch Erlingur Richardsson ersetzt. Der Isländer durfte sich beim 40:37 gegen den Dessau-Roßlauer HV 07 über einen gelungenen Einstand freuen. Unsere Mannschaft hat sich ihr Erfolgserlebnis in Dormagen hart erarbeitet und sehr verdient. Der 30:25 (13:14)-Erfolg bei den jungen Dormagener Himmelsstürmern war ein Sieg der Moral. Es war ein Sieg des Kollektivs. Bedanken möchte ich mich bei unseren Fans, die die Mannschaft im Sportcenter des TSV Bayer großartig unterstützt haben. Danke dem Fanclub-Vorsitzenden Ralf Friedel, der die Auswärtsfahrt maßgeblich organisiert und für entsprechende Unterstützung durch Sponsoren gesorgt hat. Die Feier von Mannschaft und Fans nach dem Auswärtscoup auf der Tribüne steht für das Miteinander. Für mich haben diese Bilder Symbolcharakter. Genau diesen Schulterschluss zwischen Fans und Mannschaft brauchen wir, um im „Klassenkampf“ zu bestehen. Wie eng die Liga ist, zeigt das aktuelle Tabellenbild: Wir sind mit 4:8-Punkten Tabellen-14.. GWD hat einen Punkt mehr und rangiert auf Platz 9. Der Tabellensiebte TuS Ferndorf hat zwei Punkte mehr als wir. Das verdeutlicht wie sehr wir auch unseren 8. Mann, sprich unsere Fans, brauchen.
Mit Lotto Rheinland-Pfalz freuen wir uns am Freitag 15 Gäste aus dem SOS-Kinderdorf in Eisenberg begrüßen zu dürfen. Die Kids haben Herbstferien, der Ausflug zu uns wird für sie hoffentlich zu einem besonderen Erlebnis.
Ich hoffe auf eine volle Ebert-Halle und wünsche mir zwei weitere Pluspunkte auf unserem Konto
Ihr/Euer Andreas Olbert, Geschäftsführer
Gäste Portrait GWD Minden
Der Anspruch war eindeutig formuliert. „Unser Ziel ist allerdings klar: Wir wollen oben angreifen“, hatte Geschäftsführer Nils Torbrügge vor der Saison gesagt. Für einen Bundesliga-Absteiger mit der Tradition von GWD Minden kam auch kaum ein anderes Ziel infrage. Sechs Spieltage später stehen die Ostwestfalen mit 5:7 Punkten auf Rang neun, fünf Zähler hinter den Aufstiegsplätzen, und an der Seitenlinie steht ein neuer Mann.
Am 28. September trennte sich der Verein mit sofortiger Wirkung von Aaron Ziercke. Der 54-Jährige hatte die Mannschaft im Januar 2024 übernommen, sie zunächst zum Klassenerhalt in Liga zwei und 2025 zurück in die 1. Bundesliga geführt. Nach nur einem Sieg aus den ersten fünf Ligaspielen sah die Vereinsführung jedoch die Notwendigkeit eines neuen Impulses, zumal nach ihrer Einschätzung auch Auftritt und Entwicklung des Teams hinter den Erwartungen zurückblieben. Nachfolger Erlingur Richardsson kam vom isländischen Erstligisten ÍBV Vestmannaeyjar und unterschrieb bis zum Saisonende. Den deutschen Handball kennt der Isländer aus seiner Zeit bei den Füchsen Berlin, mit denen er zweimal den IHF Super Globe gewann. Von 2017 bis 2022 betreute er die niederländische Nationalmannschaft und führte sie 2020 erstmals zu einer Europameisterschaft.
Wie wenig den Mindenern bislang gefehlt hat, zeigt der Blick auf ihre Auswärtsspiele. Alle drei gingen verloren, alle drei mit einem Tor Unterschied. In Leipzig traf Franz Semper sechs Sekunden vor dem Ende zum 24:23. Beim Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen scheiterte GWD im letzten Angriff am Torhüter und unterlag 27:28. In Hüttenberg fiel das 33:32 wenige Sekunden vor Schluss ins leere Mindener Tor. Auch das 34:34 gegen TuSEM Essen entschied sich erst in den letzten 20 Sekunden. Dass die Mannschaft eine enge Partie in fremder Halle für sich entscheiden kann, hat sie bisher nur im DHB-Pokal gezeigt. Das 34:32 bei der SG BBM Bietigheim brachte den Einzug ins Achtelfinale, in dem GWD am 10. November beim VfL Eintracht Hagen antritt.
Verlässlich punktet Minden bislang nur zu Hause. In der Kampa-Halle, die seit Februar wieder Spielstätte ist, ist die Mannschaft in dieser Saison ungeschlagen. Im 75. Mühlenkreisderby gegen den TuS N-Lübbecke führte sie vor 3.633 Zuschauern nach vier Minuten mit 3:0, zur Pause mit 16:10 und gewann 30:24. Zwei Wochen später folgte beim Debüt von Richardsson ein 40:37 gegen den Dessau-Roßlauer HV 06, zu dem Karolis Antanavičius zehn Tore beisteuerte. Der neue Trainer zeigte sich mit der Angriffsleistung zufrieden, bemängelte aber die Lücken im Innenblock. Verzichten muss er vorerst auf Philipp Vorlicek-Michalczik, der sich in Bietigheim am Oberschenkel verletzte und mehrere Wochen ausfällt.

| Nr. | Name | Vorname | Pos. | Geb. | Nat. |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Semisch | Malte | TW | 05.09.1992 | GER |
| 16 | Ivanišević | Tibor | TW | 16.08.1990 | SRB |
| 3 | Astrup Pedersen | Daniel | KM | 13.07.1999 | DEN |
| 4 | Diekmann | Jan Malte | RA | 15.05.2005 | GER |
| 5 | Kranzmann | Florian | LA | 09.09.2002 | GER |
| 6 | Müller | Nils Marvin | RM | 23.01.2006 | GER |
| 7 | Franz | Lasse | RM | 15.06.2004 | GER |
| 8 | Antanavičius | Karolis | RL | 06.01.1998 | LTU |
| 9 | Hempel Jensen | Morten | RL | 01.11.1997 | DEN |
| 11 | Korte | Mats | LA | 28.04.1997 | GER |
| 13 | Weber | Ian | RM | 24.05.2000 | GER |
| 19 | Štěrba | Jakub | RA | 11.07.1996 | CZE |
| 20 | Metzner | Antonio | RR | 27.06.1997 | GER |
| 21 | Sajenev | Mika Laurin | KM | 30.07.2003 | GER |
| 22 | Vorlicek-Michalczik | Philipp | RR | 07.05.1995 | GER |
| 27 | Staar | Max | RA | 18.08.1998 | GER |
| 73 | Weck | Alexander | RL | 25.09.2000 | GER |
