21 : 30
(7 : 16)

Die Eulen Ludwigshafen

Boieck (1) (50. Wenning) - Leun (3), Eisel (6), Schmitt (1) - Straub (2), Kleinsteuber (1) - Bösing – Ilic, Bülow (2), Waldvogel, Schwarzer, Daniel (5), Zeimet, Menges – Nicht eingesetzt: Falk

TSV GWD Minden

Semisch (55. Ivanisevic) - Metzner (2), Antanavicius (4), Weber (1) - Staar (3), Korte (5/2) - Sajenev (3) – Sterba (2), Franz (1), Pedersen (7), Weck (2), Müller – Nicht eingesetzt: Kranzmann, Hempel
Spielverlauf: 0:3 (6. Minute), 1:3 (7.), 5:5 (12.), 6:5 (14.), 6:10 (19.), 7:10 (20.), 7:16 (Halbzeit), 10:16 (34.), 12:21 (40.), 15:24 (46.), 20:29 (54.), 21:30 (Ende)
Siebenmeter: 0/0 - 2/2
Rote Karten: -
Zeitstrafen: 2/2
Zuschauer: 1567
Schiedsrichter: Ernst/Sippel

In 16 Minuten alles verspielt …

09.10.2026 23:30 // hk

Die Lage ist kritisch! Die Eulen Ludwigshafen verlieren am 7. Spieltag 21:30 (7:16) gegen Bundesliga-Absteiger GWD Minden. Mit jetzt 4:10 Punkten und drei schweren Auswärtsspielen in Dresden, Lübeck und Lübbecke vor der Brust ist die Situation der Eulen auch angesichts ihrer Verletzungsmisere alles andere als rosig. Fakt ist beim Verzicht auf verbale Schönspielerei: Wir sind im Abstiegskampf! Spielentscheidend gegen Mindens „Bundesliga-Kader“, wie das Eulen-Coach Michael Haaß klassifiziert, ist ein Totaleinbruch in den letzten 16 Minuten vor der Halbzeit. Aus einem 6:6 nach 14 Minuten wird mit viel Blauäugigkeit und einer fatalen Angriffsflaute bis zur 30. Minute ein 7:16. Tröstlich, dass die Eulen-Mannschaft in der 2. Halbzeit ein 14:14 erarbeitet. 1567 Zuschauer sind zu Gast – Bestwert im vierten Heimspiel der Saison. Sponsor of the day ist die GAG.

Zobel verletzt – Eickhoff vor Comeback

Den ersten Rückschlag gab’s schon vor dem Anpfiff: Linkshänder René Zobel erlitt im Abschlusstraining eine Gehirnerschütterung und konnte nicht spielen. So war mit Finn Leun nur noch ein ,,gelernter“ Halbrechter im Kader. Fünf weitere Spieler standen nicht zur Verfügung. Im nächsten Spiel am Samstag, 17. Oktober, in Dresden will der aus Melsungen gekommene Kreisläufer Bruno Eickhoff sein Comeback und sein Debüt im Eulen-Dress feiern. Ein Hoffnungsträger! Die Rückkehr von Linkshänder Tilo Müller und die des neuen Torhüters Pawel Krawczyk rücken näher. Rückraum-Talent Lennart de Hooge (Schulter-OP) und Kreisläufer Lars Röller, der einen neuerlichen Bruch des rechten Mittelfußes erlitten hat, fallen lange aus. Röller wird nächsten Freitag in Prien am Chiemsee operiert.

7:16 zur Pause

Das Spiel war zur Pause faktisch entschieden: GWD Minden führte 16:7. Die Eulen hatten in den ersten fünf Minuten drei Paraden, Janis Boieck startete fabelhaft und leitete mit präzisem Pass auf Theo Straub das 1:3 in Minute 7 ein. Erkennbar wie schwer sich Marc-Robin Eisel (6 von 8), Friedrich Schmitt (1 von 7) und Kollegen im Tore werfen taten oder überhaupt zum Abschluss zu kommen. 16 technische Fehler taten ein Übriges. Nach dem 2:5 schienen sie dennoch in Tritt zu kommen. In der 12. Minute egalisierte Kapitän Eisel – 5:5. In der 14. Minute gingen die Eulen erstmals und letztmals an diesem Abend in Führung, Finn Leun (3 von 6) traf nach Eisel-Zuspiel zum 6:5. Leuns folgenden leichtfertigen Ballverlust nutzte Lasse Franz postwendend zum Ausgleich, dann kippte das Spiel. „Dann passiert eine dumme Sache und wir brechen komplett zusammen“, beschrieb Eulen-Coach Michael Haaß die Schlüsselszene. Das 7:10 Leuns in der 20. Minute nach Waldvogel-Pass war ein letzter Hoffnungsfunke, dann ging’s dahin. Sebastian Bösing und Friedrich Schmitt trafen die Latte, die Gegner ins Schwarze. Dreimal trafen die Eulen, die Schiris pfiffen den jeweiligen Vorteil aber ab! Boieck hatte erst in der 30. Minute die vierte Parade. Zur Pause führte GWD 16:7.

„Wir hatten einfach eine super Abwehr und in der ersten Halbzeit einen sehr starken Malte Semisch“, sagte Erlingur Richardsson, der in seinem zweiten Spiel als GWD-Cheftrainer seinen zweiten Sieg feiern durfte.

Phileas Daniel on fire

Nach der Pause schlug die Stunde von Phileas Daniel. Der 20-jährige Ex-Magdeburger performte auf Halblinks perfekt, überzeugte mit Mut und Tatendrang: 5 von 5! „Bis zum 6:6 sind wir auf Augenhöhe, kriegen dann 2, 3 Gegentore und brechen dann total ein. Das darf so nicht passieren“, sagte Daniel, der bislang nur zu Kurzeinsätzen gekommen war. „Da mal ein bisschen, da mal ein bisschen. Da will man sich zeigen. Heute habe ich nach der Pause die Verantwortung bekommen und hoffe, dass der Trainer zufrieden war“, sagte Phileas Daniel. War er! Michael Haaß lobte Daniel ausdrücklich für sein Auftreten, genau wie den gleichaltrigen Kreisläufer Noa Zeimet, der in der Schlussphase sein Talent bewies, und Philipp Wenning, der in den letzten zehn Minuten das Tor hütete, drei Bälle abwehrte. Janis Boieck kam auf sieben Paraden, traf selbst nach seiner 6. Parade zum 13:21. „Klar, vom Ergebnis war das Spiel zur Pause verloren, aber wir wollten wenigstens noch die zweite Halbzeit gewinnen“, sagte Phileas Daniel. Klappte nicht ganz: 14:14.

Die Offensive gegen Brustkrebs

Als die Eulen-Profis zum Warmlaufen auf die Platte kamen stachen ihre Warmlauf-Shirts sofort ins Auge: Pink! In den pinkfarbenen Trikots wollten Eisel und Kollegen die Initiativen der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe mit „Pink-tober“, dem „Brustkrebsmonat Oktober“, unterstützen. Es geht darum, auf das Thema Brustkrebs aufmerksam zu machen. Aufgerufen werden Frauen, die Vorsorgetermine zu Pflichtterminen zu machen. Wie letztes Jahr werden die Warmlaufshirts über E-Bay auf den Social-Media-Kanälen der Eulen versteigert. „Den Erlös wollen wir – wie letztes Jahr – wieder der segensreichen Aktion ,Mama/Papa hat Krebs‘ in Ludwigshafen zur Verfügung stellen“, sagt Nico Hasert von der Eulen-Geschäftsstelle. Nähere Informationen zur Arbeit und zum Angebot von „Mama/Papa hat Krebs“ unter LU-mamapapa@krebsgesellschaft-rlp

Das ganz besondere Frauen-Shirt

Seit Freitag ist auch das gewünschte Eulen-Frauen-Shirt auf dem Markt. Und das kam so: Mehrere Partnerinnen der Eulen hatten kritisiert, dass die bisherige Kollektion überwiegend auf Männer ausgerichtet war und sich ein entsprechendes Produkt speziell für Frauen gewünscht. „Der Wunsch war uns Befehl“, sagt Nico Hasert schmunzelnd. So hat das Eulen-Marketing den Wunsch rasch Wirklichkeit werden lassen. Entstanden ist ein weißes Business-Shirt mit pink gesticktem Eulen-Logo.

Das Shirt kostet 29 Euro. Für jedes im Oktober verkaufte Shirt spenden die Eulen gemeinsam mit „handballliebe“ 15 Euro an die Organisation „Mama/Papa hat Krebs“ der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz.

Gäste aus dem SOS-Kinderdorf in Eisenberg

Mit Lotto Rheinland-Pfalz begrüßten die Eulen am Freitag 15 Gäste aus dem SOS-Kinderdorf in Eisenberg im VIP-Raum. Janine Leidner und Simona Brehmer betreuten die Eisenberger. „Wir freuen uns über die Einladung. Es war einfach schön“, erklärten beiden unisono. Betreut wurden die Gäste von einem Lotto-Trio: Jochen Schröter, Christian Trump und Ronny Weller. Zu Gast war auch Dirk Martin, der Prokurist von Lotto Rheinland-Pfalz. Die Einladungen an Gruppen aus sozial und karitativ engagierten Einrichtungen, ganz speziell auch die Einladung an die Kinder aus dem SOS-Kinderdorf in Eisenberg, begrüßt Trainer Michael Haaß ausdrücklich. Haaß: „Als Sportler, als Verein, sollten wir immer wieder versuchen Kindern aus solchen Einrichtungen einzuladen, ihnen einen Abend ermöglichen, den sie sonst eher nicht erleben können.“

Ein Amiri-Trikot für Janis Boieck

Lotto-Prokurist Dirk Martin, Fan von Fußball-Bundesligist Mainz 05, überraschte Eulen-Keeper Janis Boieck mit einem 05-Trikot des Ludwigshafeners Nadiem Amiri. Boieck, in Wiesbaden geboren, ist von Kindesbeinen auf Fan der Nullfünfer. Das Trikot seines Lieblings-Fußballvereins… ein kleines Trostpflaster.

Doppel-Heimspieltag am 14. November

Bis zum nächsten Heimspiel ist es erstmal eine lange Zeit. Wir haben jetzt drei Auswärtsspiele in Folge – am 17. Oktober (16 Uhr) in Dresden, am 24. Oktober (18 Uhr) in Lübeck und am 30. Oktober (19 Uhr) in Lübbecke. Am 14. November, 18 Uhr, geht es im Kampf um Zweitliga-Punkte daheim gegen TuSEM Essen weiter. Es ist ein Doppel-Spieltag in der Ebert-Halle: Um 15 Uhr spielen die Frauen der TSG Friesenheim gegen den SV Allensbach um Drittliga-Punkte.

Fotos: Harry Reis

Die Pressekonferenz

Um ein gutes Surferlebnis zu gewährleisten, verwendet diese Website Cookies
Dazu gehören notwendige Cookies, die für das Funktionieren der Website notwendig sind sowie andere, die nur für anonyme statistische Zwecke, für Komfort-Einstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte verwendet werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass je nach Ihren Einstellungen möglicherweise nicht alle Funktionen der Website zur Verfügung stehen.
Um ein gutes Surferlebnis zu gewährleisten, verwendet diese Website Cookies
Dazu gehören notwendige Cookies, die für das Funktionieren der Website notwendig sind sowie andere, die nur für anonyme statistische Zwecke, für Komfort-Einstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte verwendet werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass je nach Ihren Einstellungen möglicherweise nicht alle Funktionen der Website zur Verfügung stehen.
Ihre Cookie-Einstellungen wurden gespeichert.