Schwerstarbeit am Tag der Arbeit

30.04.2026 10:00 // hk

Die Rollenverteilung ist klar: Der Tabellensechste HSG Nordhorn-Lingen ist der große Favorit gegen den Tabellen-13. Eulen Ludwigshafen. Die Eulen haben das Hinspiel nach 13:12-Pausenführung noch 20:26 verloren. „Es war ein paar Tore zu hoch. Das ist aber eine sehr gute Mannschaft. Es geht eigentlich um nichts mehr für Nordhorn, aber sie haben sichtlich Spaß, Handball zu spielen“, sagt Eulen-Trainer Michael Haaß vor dem Spiel am 1. Mai (20 Uhr) in der Emsland Arena. Marvin Cesnik und Jonas Konrad aus Gummersbach leiten die Partie. Dyn überträgt - wie alle Spiele der 1. und 2. Handball-Bundesliga - live und auf Abruf. Nordhorn gewann letzte Woche 37:22 beim HC Oppenweiler-Backnang. Mit acht Treffern setzte Tarek Marschall mehr als nur ein Ausrufezeichen.

Mats Grupe wieder fit

Die Eulen, die allen Personalsorgen zum Trotz die beiden letzten Spiele gewonnen haben, schöpften so neues Selbstvertrauen. „Wir müssen genauso konzentriert wie zuletzt ins Spiel gehen. Wir sind immer noch immer im Abstiegskampf“, sagt Eulen-Coach Haaß. Ihm ist bewusst, dass am Tag der Arbeit Schwerstarbeit auf seine Mannschaft zukommt. „Ich bin dabei“, signalisiert Torhüter Mats Grupe, der in den letzten acht Spielen verletzt fehlte, Einsatzbereitschaft. Die Dienstreise nach Nordhorn kommt noch zu früh für Mihailo Ilic, dessen Comeback vielleicht aber schon im Heimspiel gegen Potsdam am 10. Mai möglich wird. Ein guter Heilungsverlauf an der lädierten Hand stimmt auch Kapitän Freddy Stüber zuversichtlich, nochmals für die Eulen auflaufen zu können. „Wenn die Jungs das so gut machen wie zuletzt, habe ich nicht den ganz großen Druck“, sagt Stüber mit Blick auf die starken Leistungen von Leon Hein und Simon Schwarz, die beim 33:32 gegen Coburg die Kohlen aus dem Feuer holten, da der angeschlagene Lars Röller nur sporadisch helfen konnte.

Eisel so stark wie noch nie

Bemerkenswert, dass beim Coburg-Spiel zwei Größen wie Alexander Falk und Kian Schwarzer gar nicht zum Einsatz kamen. „Theo und Tim hatten einen Riesenlauf, den ich dann auch nicht unterbrechen wollte“, erklärte Trainer Haaß. Tim Schaller (8 von 9) und Theo Straub (5 von 6) wurden an dem Tag aber auch sehr gut und oft angespielt. Eine neue Qualität im Spiel der Eulen! „Es macht Spaß, die Konkurrenzsituation zu beobachten. Da kann man würfeln und wird nichts falsch machen“, betont der Coach. Verlassen kann er sich fast immer auf Marc-Robin Eisel. Der Spielmacher, auf Mitte und Halblinks eine feste Größe, ein wichtiger Faktor beim Rückzug, begeisterte gegen Coburg mit einem sagenhaften Steal, machte 4 von 5 und verbuchte acht Assists. Es ist das beste Jahr des 26-Jährigen im Eulen-Dress. „Ob es mein bestes Jahr ist, müssen andere beurteilen. Ich habe in den fünf Jahren bei den Eulen immer versucht mein Bestes zu geben und mich weiter zu verbessern. Ich habe gerade viel Spielzeit und genieße das Vertrauen“, betont der Mann mit der Nummer 9. 133 Saisontore und 93 Assists stehen nach 29 Spieltagen in seinem Arbeitsnachweis. Die jüngsten Siege trotz der Verletzungsmisere - für Eisel ein Zeichen des Miteinanders, der Mentalität. Eisel: „Das zeichnet uns immer wieder aus.“

Patenschaft für Olaf

Die Eulen sind der Speyerer Falknerei Birds of Prey schon länger freundschaftlich und partnerschaftlich verbunden. Beim Foto-Shooting vor Beginn der Saison 2025/26 auf dem Gelände des Behler Haisl waren die echten Eulen ein echter Blickfang. Der Eulen-Club 100 übernahm die Patenschaft für Emma, den Uhu, den Star beim Familientag. Jetzt hat die Mannschaft der Eulen die Patenschaft für die Schleiereule Olaf übernommen. Unser Bild zeigt Mihailo Ilic mit Thorsten und Courtney Iwersen, die sich sehr dankbar für die Unterstützung zeigten, als die Patenschaft beim jüngsten Heimsieg gegen HSC 2000 Coburg offiziell gemacht wurden. Mihailo Ilic nahm die Patenschaftsurkunde in Empfang, Olafs Voliere schmückt jetzt die Patentafel, die alle Eulen-Spieler unterzeichnet haben. „Ich hatte von unserem Betreuer Christian Hasert erfahren, wie sehr die Vogelgrippe der Falknerei zu schaffen macht. So haben wir als Mannschaft ziemlich spontan entschieden, dass wir die Patenschaft für Olaf übernehmen und zunächst für ein Jahr die Futterkosten aus der Mannschaftskasse bezahlen“, erklärt Spielmacher Marc-Robin Eisel das Engagement.

Fotos: Harry Reis

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