31 : 26
(15 : 14)

HSG Nordhorn-Lingen

van der Merwe (26., 34., 39., 50. Siebenmeter Tschentscher) - Bandlow (7/2), Erlingsson (1), Marschall (10) - Lux (5), Ruddat (5) - Wilhelm (1) – Zintel (1), Gentzel (1), Sokolic – Nicht eiungesetzt: van Berlo, Tobeler, Hüter, Potgeter, Lingers

Die Eulen Ludwigshafen

Urbič (53. Grupe) - Zobel (1), Eisel (3), Schmitt (4) - Falk (3), Schwarzer (1) - Hein (1) – Röller (5), Müller (1), Bülow (1), Schaller (6/4), Menges – Nicht eingesetzt: de Hooge, Schwarz, Straub
Spielverlauf: 1:0 (1. Minute), 5:3 (8.), 8:8 (15.), 9:9 (17.), 13:9 (21.), 15:12 (29.), 15:14 (Halbzeit), 15:17 (33.), 18:18 (36.), 20:18 (38.), 23:20 (42.), 25:24 (50.), 26:25 (53.), 28:26 (56.), 31:26 (Ende)
Siebenmeter: 3/3 - 6/4
Rote Karten: Zobel (52.)
Zeitstrafen: 1/7
Zuschauer: 2646
Schiedsrichter: Cesnik/Konrad

Das tut weh!

01.05.2026 23:00 // hk

26:31 (14:15) – die Niederlage der Eulen Ludwigshafen bei der HSG Nordhorn-Lingen fällt weit deutlicher aus, als das Spiel am 1. Mai in Wirklichkeit abgelaufen ist. Aber die vermeidbare Niederlage verschärft die Lage im Tabellenkeller der 2. Bundesliga für die Mannschaft von Trainer Michael Haaß vor den letzten vier Spieltagen, da zwei Konkurrenten im Abstiegskampf am Freitagabend punkten: TuSEM Essen holt mit dem 29:29 in Lübeck einen Zähler, die HSG Krefeld Niederrhein gewinnt völlig überraschend 28:27 beim Tabellendritten HC Elbflorenz in Dresden. Die Eulen haben jetzt nur noch 5 Punkte Vorsprung vor Essen auf Abstiegsplatz 17. Davor rangieren die Krefelder, vier Punkte hinter den Eulen. Die treffen am Sonntag, 10. Mai (17 Uhr), am 31. Spieltag auf den 1. VfL Potsdam. „Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wieder“, sagt Marc-Robin Eisel nach der vermeidbaren Niederlage in der Emsland Arena in Lingen. Eisel, der 3 von 6 macht, verbucht dazu vier Assists. „Bitter für uns, weil wir immer noch ums Überleben in der Liga kämpfen“, sagt „Micha“ Haaß.

Grupe mit Kurz-Comeback

Er ist zurück: Torhüter Mats Grupe, acht Wochen verletzt außen vor, ist beim Spiel in der Emsland Arena wieder im Kader der Eulen und gibt das Back-up für den zuletzt so starken Žiga Urbič, der am Freitag auf neun Paraden kommt. Am Samstag darf er seinen 29. Geburtstag feiern. In den letzten sieben Minuten kehrt Grupe auf die Platte zurück. Finn Leun und Nici Waldvogel, die in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen werden, sowie Mihailo Ilic und Freddy Stüber fehlten bei der Dienstreise gen Norden.

HSG zur Pause knapp vorne

15:14 führt die HSG Nordhorn-Lingen nach 30 Minuten. Die Eulen halten zunächst gut mit, haben nach dem 8:8 durch Alex Falk die Chance erstmals in Führung zu gehen, doch nach einem Technischen Fehler von Marc-Robin Eisel trifft Frieder Bandlow zum 9:8. Falks 9:9 folgt ein 4:0-Lauf der Gastgeber, bei denen Bandlow und Tarek Marschall ein internes Wettwerfen veranstalten. Nach dem 13:9 durchbricht Tim Schaller per Siebenmeter den Lauf der HSG. Beim Stand von 14:12 aber scheitert Schaller mit seinem zweiten Siebenmeter am eingewechselten Luca Tschentscher. Nach dem 15:12 kommen die Eulen doch noch einmal heran. Erst trifft Lars Röller nach Eisel-Zuspiel, dann verkürzt Kian Schwarzer nach Tilo Müllers Aluminiumtreffer. Für Aufregung sorgt René Zobel, der in der 5. Minute nach seinem Abwinken als Reaktion auf einen nicht gegebenen Freiwurf auf die Strafbank muss. Dort sitzt er in der 21. Minute nach Foulspiel ein zweites Mal und ist wenig später nah dran an der Roten Karte.

Rot für René Zobel

Die Rote Karte quittiert René Zobel nach der dritten Zeitstrafe in der 52. Minute – gerade erst hat der starke Lars Röller auf 24:25 verkürzt. Wenig später folgt auf Zobels Rot eine überharte Zeitstrafe für Friedrich Schmitt. Das bringt Trainer Haaß in Wallung, für seinen Tritt gegen die Wasserkiste wird eine Bankstrafe verhängt und das 26:24 durch Bandlows Siebenmeter kassiert. Das heißt aber auch: Vier Eulen gegen sieben HSG’ler. Mit drei Mann in Unterzahl gelingt Eisel der Anschlusstreffer: 25:26 sieben Minuten vor dem Ende. Vincent Bülows 26:28 weckt nochmals Hoffnungen, die Björn Zintel mit dem 29:26 aber im Keim erstickt. Schaller scheitert mit einem zweiten Siebenmeter an Kristian van der Merwe, der auf starke 14 Paraden kommt. Nach dem Seitenwechsel haben die Eulen ihre beste Phase: Eisel mit dem 15:15, dann die erste Führung durch Schallers Tempogegenstoß: 15:17 – ein sagenhafter 5:0-Lauf. Dem 18:16 durch Schallers Siebenmeter folgt ein 4:0-Lauf der Gastgeber. So heißt es nach 38 Minuten 20:18. Doch die Eulen kommen wieder heran: 21:20 durch Friedrich Schmitt (40.Minute), 23:21 durch Lars Röller (43.). Aber die HSG hat zwei perfekte Shooter: Tarek Marschall macht 10 von 11, Frieder Bandlow 7 von 7. Die Eulen verballern zu viel: Zobel 1 von 8, Schmitt 4 von 9. Beste Werfer sind Schaller (6 von 9) und Röller (5 von 7).

Sieben, acht Pfiffe…

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir haben aus unseren Möglichkeiten das Maximum herausgeholt. Wir haben gebissen bis zum Ende“, sagt Eulen-Trainer Michael Haaß. Er erklärt: „Wir hatten ein bisschen Probleme am Anfang, dass Nordhorn unsere 5:1-Deckung sofort geknackt hat. Das hat uns eine wichtige Alternative genommen. Dann war sehr schnell unser Abwehrchef Zobel mit Zeitstrafen raus. Ärgerlich für uns, dass wir in der 2. Halbzeit, als wir in Führung gehen, einfach das Momentum zu schnell wieder verloren haben … Das Spiel wird am Ende durch drei, vier Paraden und sieben, acht Pfiffe entschieden. Ich glaube die zwei Schiedsrichter haben schon auch ihren Anteil daran, dass es am Ende so deutlich war.“ „Der Trainer regt sich zurecht auf“, sagt Antreiber Eisel nach dem dramatischen Spiel. „Wir haben alles auf der Platte gelassen“, betont Eisel.

Starker Lars Röller

Als Fixpunkt im Angriff und als feste Größe im Abwehrverbund zeigt sich Lars Röller. Großartig wie sich der Kreisläufer im Fallen einen Ball im Nachfassen noch schnappt und auf 21:23 verkürzt. „Wir sind in der Halbzeit bei minus 1 – das Gefühl ist viel schlechter als das Ergebnis“, sagt der 2,04-Meter-Hüne, der am Ende mit den Zeitstrafen hadert. Ein gutes Spiel macht Alexander Falk, der vor der Pause gut angespielt wird. 3 von 3 – 100 Prozent. Alex Falk: „Wir kommen relativ schlecht ins Spiel, bekommen viele Tempogegenstoß-Tore, sind nicht da! Wir fangen uns nach 15, 20 Minuten und haben die ganze Zeit ein ausgeglichenes Spiel. Uns fehlen die letzten zehn Minuten, die ganzen Unterzahlen. Heute war hier mehr drin gewesen…“

Fotos: HSG Nordhorn-Lingen

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