Erhobenen Hauptes ausgeschieden

23.08.2026 21:57 // hk

Die Eulen Ludwigshafen haben sich in der 1. DHB-Pokalrunde erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb verabschiedet. Bundesligist HSG Wetzlar nahm die Hürde in der „Eberthölle“ vor 1081 Zuschauern und gewann 33:28 (18:13). Die Eulen schnupperten nach dem 11:11 in der 19. Minute an der Führung. Vier Fehlwürfe aber brachten die personell arg gebeutelten Eulen ins Hintertreffen. Mit einem 5:0-Lauf zog der Erstligist auf 16:11 davon. Nach dem 16:20 durch ein super Tor von Simon Schwarz keimte neue Hoffnung auf die Wende. Aber 15 technische Fehler brachen den Eulen das Genick, obwohl sie das Torhüterduell 19:6 gewannen. Janis Boieck hatte 12 Paraden, Pawel Krawczyk, der auch einen Kirschner-Siebenmeter „stach“, wehrte sieben Bälle ab. Als Ehrengäste fieberten Landtags-Vize-Präsidentin Marion Schneid, der SPD-Landesvorsitzende Alexander Schweitzer und OB Professor Dr. Klaus Blettner mit. Den sah Hallensprecher Thomas Stüber sogar trommeln!

Das Pech hat eine Dauerkarte

Die Eulen sind weiter vom Verletzungspech gebeutelt. Gegen Wetzlar mussten Marc-Robin Eisel, Mihailo Ilic, Sebastian Bösing, Matteo Menges, Lars Röller und Bruno Eickhoff ersetzt werden. Am Samstag (18 Uhr) beim Zweitliga-Start gegen TuS Ferndorf rechnet Trainer Michael Haaß ganz sicher wieder mit Menges und fast sicher auch mit Kapitän Eisel. Gegen Wetzlar führte „Vince“ Bülow die Mannschaft als Kapitän an.

Schmitts Hypothek

Die ersten Minuten der Partie stehen ganz im Zeichen der Spielkunst von HSG-Regisseur Dominik Mappes. Als Kapitän der Mittelhessen hat er verärgert abgedankt. Interne Gründe … Die Eulen liegen zurück: 3:6, 6:10. Dann die Aufholjagd nach einer Doppelparade von Janis Boieck gegen Nafea und Mappes in Minute 15. Kian Schwarzer, mit dem ersten Siebenmeter an Bartucz gescheitert, läutet die Aufholjagd per Siebenmeter zum 7:10 ein. Kirschners 7:11 vermag die Eulen nicht zu schocken. Nici Waldvogel, Monty Kleinsteuber mit Gegenstoß nach super Pass von Vincent Bülow, Simon Schwarz und nochmals Waldvogel egalisieren – 11:11 nach 19 Minuten. Dann aber verwirft Finn Leun zweimal, Theo Straub scheitert am eingewechselten Top-Torwart Ravensbergen und Waldvogel verzieht. Das nutzt der Bundesligist und setzt sich bis zur Pause auf 18:13 ab. Friedrich Schmitt, der Ballermann der Eulen, hat nach 13 Minuten zwei Zeitstrafen – eine Hypothek.

Ballermänner und ein Debütant

Die Eulen vermochten die guten Leistungen ihrer Torhüter nicht zu verzinsen: Pawel Krawczyk meisterte Kirschners Siebenmeter in der 36. Minute mit toller Fußabwehr, in der 38. Minute hatte Janis Boieck gegen Soler seine zehnte Parade. Fatale technische Fehler verhinderten die Aufholjagd, stattdessen liefen die Eulen immer wieder in Konter. „Gegen einen Bundesligisten darf man sich nicht so viele leichte Fehler erlauben“, sagte Trainer Michael Haaß. Seine Mannschaft kämpfte, überzeugte in der Positionsabwehr. „Scheiße, wenn du nach 13 Minuten schon zwei Zeitstrafen hast“, haderte Torjäger Friedrich Schmitt, der sich in der Abwehr früh ausgebremst sah. „Wir haben eine gute Positionsabwehr gestellt, aber zu viele Fehler gemacht und so viele Gegenstoß-Tore bekommen“, sagte Schmitt, der super traf: 7 von 7. Beeindruckend bei seinem ersten Pflichtspiel nach bald elf Monaten: Nici Waldvogel (4 von 5). Top am Kreis: Simon Schwarz (4 von 4). Und es gab ein Debüt: Kreisläufer-Talent Noa Zeimet, in Saarlouis ausgebildet, gerade aus Haßloch ins HLZ gewechselt, hatte eine erste Zweitliga-Minute. „Ich hab‘ mich gefreut, dass man an mich gedacht hat“, sagte der 20-Jährige, der ein Duales BWL-Studium in Mannheim absolviert.

Gruppenbild mit Kian und René

Mit Lotto Rheinland-Pfalz, dem geschätzten Partner, begrüßten die Eulen 15 Gäste aus dem Caritas-Förderzentrum St. Johannes & St. Michael, das in Ludwigshafen in der Kaiser-Wilhelm-Straße 41 angesiedelt ist. Bei jedem Heimspiel haben Lotto und die Eulen 15 Gäste aus sozialen und karitativen Einrichtungen zu Gast. Lotto-Bezirksleiter Christian Trump betreute die Gäste mit seinem Kollegen Jochen Schröter. Eulen-Geschäftsführer Andreas Olbert begrüßte im VIP-Raum. Nach Spielende gab’s das obligate Gruppenbild. Mit dabei die Eulen-Profis Kian Schwarzer und René Zobel.

Statistik

Eulen Ludwigshafen: Boieck (36 + 37. Krawczyk, ab 45.) - Leun (1), Bülow (2), Schmitt (7) - Straub, Schwarzer (3/2) - Schwarz (4) – Zobel (3), Waldvogel (4), Kleinsteuber (2), Müller, Falk (1), de Hooge, Daniel (1), Zeimet
HSG Wetzlar: Bartucz (1.-16., ab 48., Ravensbergen 16.- 48.) - Theiß (6), Mappes (3/1), Laesö (3) - Kirschner (7/1), Nafea (2) - Överby (3) – Schorch, Löwen, Pehlivan (4), Piroch (1), Kompenhans, Soler (3), Akakpo (1)
Spielfilm: 0:1 (4. Minute), 3:6 (8.), 11:11 (19.), 11:16 (27.), 13:18 (Halbzeit), 15:20 (34.), 17:21 (35.), 19:26 (42.), 21:29 (48.), 26:32 (56.), 28:33 (Ende) - Siebenmeter: 3/2 - 3/2 - Zeitstrafen: 5/6 - Rote Karte: keine - Zuschauer: 1081 - Schiedsrichter: Hurst/Krag.

Fotos: Harry Reis

Die Pressekonferenz

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