Wagner im „fremden Revier“ auf Torjagd

Eulen im „Klassenkampf“ gegen „junge Wilde“ aus Essen 21.02.2021 15:00 // hk

Es ist ein „Vier-Punkte-Spiel“ im Kampf um den Verbleib in der Handball-Bundesliga: Die Eulen Ludwigshafen (8:26 Punkte) treffen heute (16 Uhr) auf Tusem Essen (5:25 Punkte). „Wir werden nicht den Fehler machen, den Gegner zu leicht zu nehmen“, versichert Azat Valiullin, der in den letzten Spielen gut in Schuss war. So wie Hendrik Wagner. Er ist – wie Valiullin – Rechtshänder und eigentlich wie sein russischer Kollege im linken Rückraum daheim. In den letzten Wochen aber ging Wagner vermehrt Halbrechts, also im „fremden Revier“, auf Torjagd und überzeugte mit einer Top-Quote. „Wenn er wirft und der Ball aufs Tor kommt, ist er drin …“, orakelte Trainer Ben Matschke schon vor Saisonbeginn. Wagner, 23 Jahre jung, hat bislang 50 Tore auf dem Konto, und würde das gegen Tusem nur zu gerne aufstocken. Der Trainer weiß um das gefährliche Tempospiel der „jungen Wilden“ aus dem Westen und mahnt „Konzentration und Konsequenz“ an. Das Spiel steht unter der Leitung von Robert Schulze und Tobias Tönnies aus Magdeburg. Sky überträgt ab 15.45 Uhr. Der Live-Ticker der Eulen läuft. Auf unserer Homepage informieren wir aktuell.

Ulrich Gaißmayer - ein Essener mit Eulen-Herz

Wenn es Corona nicht geben würde, wäre vielleicht auch ein waschechter Essener mit einem großen Herzen für die Eulen heute zu Gast in „seiner“ Halle: Ulrich Gaißmayer, bis 2014 Präsident des Gesamtvereins von Tusem Essen, war in Ludwigshafen eine Marke, eine verlässliche Größe. Er leitete – mit Bravour - bis 1994 das Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt, war in der Ära Werner Ludwig das Sprachrohr des Oberbürgermeisters, und stand bis 2010 stolze 16 Jahre an der Spitze der Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft (Lukom). Gaißmayer, ein Macher, ein gut vernetzter Manager, hatte ein Herz für den Handball, war der Initiator des Pfalz-Cups in der Ebert-Halle und dem Handball in der TSG Friesenheim eng verbunden. Mit Günter Gleich, damals Manager der TSG, einer der Väter des professionellen Handballs in Friesenheim, pflegt Gaißmayer bis heute freundschaftliche Bande. Tusem verfolgt Gaißmayer, der am 20.März 76 Jahre alt wird, natürlich. Mit Klaus Schorn, inzwischen 86, dem Tusem-Manager in der großen Zeit der Essener, ist er einstige OB-Kandidat der Ludwigshafener SPD, bis heute sehr gut befreundet. Eulen oder Tusem – für wen schlägt das Herz des Ulrich Gaißmayer heute? „Da bin ich zwiegespalten …“, sagt der einstige Lukom-Chef, dem Michel Cordier nachfolgte, ehrlich.

Der 16-Mann-Eulen-Kader gegen Tusem:

Tor: Gorazd Škof, Martin Tomovski
Rückraum rechts: Hendrik Wagner, Jannek Klein, Yessine Meddeb
Rückraum Mitte: Dominik Mappes, Max Neuhaus, Pascal Bührer
Rückraum links: Gunnar Dietrich, Azat Valiullin
Rechtsaußen: Pascal Durak, Alexander Falk
Linksaußen: Jonathan Scholz, Jan Remmlinger
Kreis: Christian Klimek, Maximilian Haider.

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