So war da nichts zu machen! Die personell gebeutelten Eulen unterliegen am Samstagabend vor 980 Zuschauern beim 1. VfL Potsdam 19:23 (10:14). Die Ausbeute im Angriff ist zu dürftig, um auch nur für einen Punkt in Frage zu kommen. Jetzt wartet die Hausaufgabe gegen die HSG Nordhorn-Lingen auf Eisel und Kollegen. Anwurf am Mittwoch, 30. September, in der Friedrich-Ebert-Halle ist um 19.30 Uhr. Wenn sich das Lazarett lichtet…
Tilo Müller verlängert Ausfallliste
Das Pech bleibt den Eulen treu: Jetzt hat es erneut Linkshänder Tilo Müller erwischt. Der 18 Jahre alte Hoffnungsträger erlitt beim 31:30-Heimsieg gegen den TV Großwallstadt eine Knieverletzung und konnte in Potsdam nicht auflaufen. Das nach Kreuzbandriss operierte linke Knie ist nicht betroffen. Auch die erhoffte Rückkehr von Linkshänder René Zobel musste nochmals vertagt werden. Außerdem fehlten Vincent Bülow, Sebastian Bösing, Bruno Eickhoff, Mihailo Ilic und Pawel Krawczyk.

Im Angriff versagt
„Wir haben heute zwei sehr, sehr gute Abwehrreihen gesehen. Und zwei nicht so gute Angriffsreihen. Mit unser Abwehrarbeit bin ich hochzufrieden, das war aller Ehren wert. Wir haben Probleme im Angriff, haben im ganzen Spiel Probleme Tore zu werfen. Hut ab vor Potsdam. Sie haben das gut verteidigt. In Phasen, wo es uns besser ging, machen wir einfache Fehler“, bilanzierte Eulen-Coach Michael Haaß: „Hinten war’s ein Schritt nach vorne, vorne ein Schritt nach hinten!“ Das belegt die Wurfstatistik: Friedrich Schmitt (2 von 9), Marc-Robin Eisel (4 von 9). Sie hatten ihre Aktien an 22 Fehlwürfen und 11 folgenschweren technischen Fehlern. Dabei hatte Janis Boieck 12 Paraden. Seine beiden Gegenüber kamen addiert auf 13. Boieck parierte auch zwei Siebenmeter!

Die Angriffsflaute
Die Hoffnung auf die Wende keimte nur kurz nach dem 16:18 durch Finn Leun in Minute 44. Die Hoffnung war durch die Angriffsflaute aber schnell erloschen. „Wir sind nicht in die Tiefe gekommen“, gestand Finn Leun, mit 4 von 6 noch mit der produktivste Angreifer. „Wir verteidigen gut, kommen im Angriff aber nicht zu unserem Spiel“, sagte Kreisläufer Simon Schwarz. Kapitän Marc-Robin Eisel: „Wir spielen eine überragende Abwehr. Aber 19 Tore sind definitiv zu wenig!“
Fotos: 1. VfL Potsdam
