Fehlstart vor 1311 Zuschauern: Die Eulen starten mit einer 27:34 (13:20)-Heimschlappe gegen TuS Ferndorf in die Zweitliga-Saison. „Ein bitterer Abend …“, befand Eulen-Coach Michael Haaß nach dem Waterloo, das nach dem 8:5 seinen Lauf nahm. Mit einem 0:11-Lauf … Mann des Abends: TuS-Kreisläufer Mattis Michel mit 12 Toren bei 14 Würfen! Nächsten Freitag geht’s nach Dessau.

Friedrich Schmitt sieht Rot
War’s die Rote Karte, die Torjäger Friedrich Schmitt in der 10. Minute nach Foul an Tom Jansen quittierte, die die Eulen völlig aus dem Takt brachte? Da führten sie noch 6:4, zwei Minuten zuvor hatte TuS-Rechtsaußen Fabian Hecker nach Foul an Schmitt Rot gesehen. Damit hatten die Schiedsrichter einen Maßstab gesetzt. „Ich stand unglücklich …“, haderte Schmitt. Seine Rote – kann man geben, muss man aber nicht unbedingt … Der Riese fehlte fortan im Abwehrzentrum. Das nutzte Ferndorf gekonnt: Pass Daniel Hideg – Abschluss Mattis Michel! Immer und immer wieder! Zunächst sah es gut aus für die Gastgeber. Die Eulen durchkreuzten die 7:6-Feldspieler-Taktik auf die TuS-Coach Ceven Klatt setzte. Nach Top-Pass von Robin Eisel sorgte Alex Falk für das 8:5 in der 12. Minute. In der 14. Minute musste Falk auf die Strafbank, kurz danach unterlief Kapitän Eisel ein Technischer Fehler, mit dem 8:7-Anschlusstor leitete der überragende Kreisläufer Michel die sagenhafte Aufholjagd ein. Mit einem 11:0-Lauf setzte sich der Gast auf 16:8 ab. Die Torflaute der Eulen dauerte 13 Minuten, Monty Kleinsteubers Treffer zum 9:16 war nicht mehr als ein Hoffnungsfunke. Das 13:20 zur Pause ein Stimmungskiller.

Zweite Halbzeit 14:14
Die zweite Halbzeit endete 14:14 – ein Trost? Eher nicht. Aber ein Beweis für die Charakterstärke. Die Eulen kämpften ums Ergebnis! Trainer „Micha“ Haaß zeigte sich entsetzt über das Rückzugsverhalten nach Schmitts Roter Karte, das dem Gast Tür und Tor öffnete. Lob fand der Auftritt von Matteo Menges (4 von 7) und der starke Auftritt von Tilo Müller, der Ideenreich agierte. Davon profitierte auch Rechtsaußen Alex Falk (4 von 4). Eine Prellung hatte sich Vincent Bülow im Training zugezogen – er probierte es und stieg gegen Ferndorf früh aus. In Dessau, seiner alten Heimat, will er spielen. Kapitän Eisel (3 von 5) stellte sich in den Dienst der Mannschaft, die Kian Schwarzer (8 von 9) beflügelte. Ein Comeback nach Mittelfußbruch gab Kreisläufer Lars Röller. „Wir verlieren nach 15 Minuten den Faden und laufen dem 7-Tore-Rückstand dann das ganze Spiel nach“, haderte Eisel: „In der Abwehr hatten wir keinen Zugriff mehr, verwerfen vorne drei, vier freie Bälle …“ Kopfschüttelnd ging Kian Schwarzer von der Platte: „Wir kommen super ins Spiel, verteidigen das super beim 7:6 - und verlieren nach Schmitts Roter Karte total den Faden. Friedrich ist unser zentraler Abwehrspieler …“
Tor des Tages: Kians Kempa
Das Tor des Tages gelang Kian Schwarzer mit einem von Eisel initiierten Kempa zum 24:29 in der 50. Minute. Die Parade des Tages verbuchte Pawel Krawczyk, der in Minute 41 einen Siebenmeter von Marvin Mundus abwehrte. In seinen 27 Minuten im Tor kam der 21-Jährige auf fünf Paraden.
Energie-Lieferanten
Auf der Tribüne fieberte auch der OB wieder mit. So konnte Thomas Stüber, die Stimme der Eulen, neben Professor Dr. Klaus Blettner auch Thomas Mösl, den Technischen Vorstand der TWL, und GAG-Vorstand Wolfgang van Vliet als Ehrengäste begrüßen. Beim Halbzeit-Interview war Thomas Mösl „Stübis“ Gesprächspartner. Die Energie, die die TWL liefert, brachten dann neben Schwarzer vor allem Matteo Menges und Tilo Müller auf die Platte. Beim Lotto-Spieler-Talk waren Kapitän Eisel und Neuzugang Monty Kleinsteuber zu Gast. Sie hatten was zu sagen…
Ein schönes Lotto-Bild
Herzlich willkommen geheißen beim Spiel hat Eulen-Geschäftsführer Andreas Olbert 15 Gäste vom Verein Duha e.V. aus Mannheim. Es ist eine sehr schöne Tradition geworden, mit unserem Partner Lotto Rheinland-Pfalz Spiel für Spiel 15 Gäste aus sozial und karitativ engagierten Einrichtungen zu begrüßen. Der Verein Duha ist ein Verein für soziale Dienste, der von der Herzenssache e.V. des Südwestrundfunks unterstützt wird. Duha-Geschäftsführer Mustafa Dedekeloglu war mit in der Halle. Obligatorisch das „Lotto-Bild“ nach Spielende, für das auch die Eulen-Profis Finn Leun und Pawel Krawczyk Modell standen.
Fotos: Harry Reis
