Kreisläufer Sebastian Bösing steht vor seinem Pflichtspiel-Debüt im Dress der Eulen Ludwigshafen. Nach auskuriertem Mittelhandbruch kann Bösing am Mittwoch (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen auflaufen. Am 1. August kam Bösing, der seine Karriere im Sommer als beendet erklärt hatte, als Nothelfer zu den personell, gebeutelten Eulen. Der Ex-Haßlocher, seit 1. Juli Trainer des Regionalligisten TG Osthofen, trat sein auf zwei Monate befristetes Engagement in Abstimmung mit der TGO an. Bösing spielte eine starke Vorbereitung im Eulen-Trikot, erlitt aber am 18. August im Training einen Bruch der linken Mittelhand. Sowohl im Pokal gegen Wetzlar als auch bei den ersten vier Saisonspielen konnte der Nothelfer nicht helfen.
Vertrag bis Ende Oktober verlängert
Der Vertrag des 1,94 Meter großen Bösing konnte nun noch einmal verlängert werden und endet am 31. Oktober 2026, informierte Christian Deller, der Sportliche Leiter der Eulen. „Das hat mit Sebastian sofort gepasst“, betont Eulen-Trainer Michael Haaß, der froh ist, dass der Nothelfer nun spielen kann und zumindest noch im Oktober zur Verfügung stehen wird. „Sebastian hat sich sofort mit uns und seiner Aufgabe identifiziert. Er war mit Lust und Freude dabei. Er ist ein Mentalitätsmonster und tut uns gut“, lobt Christian Deller den Kreisläufer, der bei den Eulen das Trikot mit der Nummer 28 trägt.

„Ich habe Riesenbock“
Heute ist Sebastian Bösing nach sechswöchiger Zwangspause ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. „Es sind noch drei Trainingseinheiten“, weiß der Routinier um seinen Trainingsrückstand. „Ich habe Riesenbock den Jungs zu helfen und freu‘ mich endlich in der Ebert-Halle spielen zu dürfen“, sagt Bösing, der am 6. Oktober 32 Jahre alt wird: „Ich will jetzt erstmal 100 prozentig fit werden.“
Fotos: Harry Reis, Dennis Weissmantel
