Zweites Spiel, zweite Niederlage: Die Eulen verspielen im Freitags-Krimi ihre Führung, in der 50. Minute geht Dessau erstmals nach der 3. Minute in Führung (24:23). Sieben Minuten vor Schluss gleichen die Eulen nochmals aus (25:25), verlieren aber beim Dessau-Roßlauer HV 06 vor 1489 Zuschauern 29:31 (16:14). „Wir hatten Glück, dass wir zur Halbzeit nur 14:16 zurück lagen“, gestand HRV-Coach Vanja Radic. „Für uns ein sehr bitterer Abend, weil wir nach einem sehr guten Spiel, in dem wir sehr viel investiert haben, am Ende mit leeren Händen da stehen. Wir haben 60 Minuten eine sehr gute Abwehr gestellt, schenken das Spiel dann aber in Überzahl ab. Wir machen ein paar kleine Fehler zu viel“, bilanzierte Eulen-Trainer Michael Haaß. Nächsten Freitag (19.30 Uhr) geht’s mit dem Heimspiel gegen den TV Großwallstadt weiter.
Auch Bülow, Krawczyk und Zobel fallen aus
Die Eulen bleiben vom Pech verfolgt: Das „Lazarett“ mit Bruno Eickhoff, Mihailo Ilic und Sebastian Bösing tut schon weh. Die Personallage hat sich vor dem Spiel in Dessau weiter zugespitzt. Regisseur Vincent Bülow, vor Wochenfrist angeschlagen in die Auftaktpartie gegen Ferndorf gegangen und früh ausgeschieden, fällt wegen einer Bauchmuskelverletzung aus. René Zobel fehlt bei der Dienstreise nach Dessau wegen einer Blessur im Adduktorenbereich. Eine Knieverletzung macht den Einsatz von Torhüter Pawel Krawczyk unmöglich. Ihn ersetzt Philipp Wenning. Außerdem rückt Kreisläufer Noa Zeimet aus dem HLZ-Talentschuppen in den Kader.

Zur Pause 16:14 vorne
Vier Minuten vor der Pause traf Kian Schwarzer vom Siebenmeterstrich – die Eulen führten 16:12. Dann aber riss erstmals der Faden. Ein Fehlpass von Matteo Menges lud Tim Grüner zum Gegenstoß und zum Anschlusstreffer ein. Per Siebenmeter verkürzte Alen Hadzimuhamedovic kurz vor der Pause auf 14:16. Zwei Unkonzentriertheiten hatten die Eulen um einen klarere Führung gebracht. Ein Rückhalt im Tor war Janis Boieck mit sieben Paraden in den ersten 30 Minuten. Sehr wirkungsvoll die Abwehr mit Monty Kleinsteuber im Innenblock. Das schönste Tor in den ersten 30 Minuten fabrizierte Simon Schwarz nach Schmitt-Zuspiel per Rückhand zur 10:8-Führung der Eulen.
Finn Leun treffsicher
In der 40. Minute sah’s wieder richtig gut aus für die Eulen, als Finn Leun mit einem linken Hammer für das 22:19 sorgte. Einige vergebene Chancen, technische Fehler – und die Führung schmolz. Der Innenblock – notgedrungen mal wieder improvisiert, leistete mit dem lange verletzten Lars Röller und dem starken Monty Kleinsteuber (5 von 6) gute Arbeit. Bester Werfer der Eulen: Finn Leun (6 von 8).
