„Momo“ kehrt zurück

08.05.2026 10:00 // hk

Im Kampf gegen den Abstieg haben die Eulen einen Widerstandskämpfer mehr auf der Platte: Mihailo Ilic, der sich am 28. Februar beim 30:27 (14:12)-Sieg in Dessau einen Mittelfußbruch zuzog, kehrt am Sonntag (17 Uhr) im Heimspiel gegen den 1. VfL Potsdam zurück in den Kader. Steven Heine (Wendeburg) und Sascha Standke (Ronnenberg-Benthe) leiten die Partie. Dyn überträgt - wie alle Spiele der 1. und 2. Handball-Bundesliga - live und auf Abruf. Reporter ist wie seit Jahr und Tag Karsten Knäuper, der nach dem Aufstieg „seines“ VfL Osnabrück in die 2. Fußball-Bundesliga, euphorisiert aufschlagen wird. Flankiert wird das Nordlicht von Thorsten Laubscher, der Eulen-Ikone. Die E-Jugend der HSG Weinheim und eine Jugendmannschaft der HSG Eckbachtal stellen die Einlaufkinder. Thomas Stüber, die Stimme der Eulen, wird am Sonntag von Christof Unholz vertreten.

Wiedersehen mit Jannek Klein

„Potsdam hat eine sehr gute Mannschaft mit sehr gut ausgebildeten Spielern“, attestiert Eulen-Coach Michael Haaß. Der Bundesliga-Absteiger rangiert mit 41:19 Punkten auf Platz 4 der 2. Bundesliga, gewann zuletzt gegen das schon abgestiegene Schlusslicht HC Oppenweiler/Backnang 35:27 (16:16). Bemerkenswert, dass der Tabellenletzte in der 21. Minute 15:9 in Führung ging. Die folgenden Korrekturen von Potsdams Trainer Emir Kurtagic aber fruchteten. „Das ist ein Top-Gegner“, unterstreicht „Micha“ Haaß seinen Respekt vor den Gästen, in deren Reihen der frühere Eulen-Torjäger Jannek Klein auf Abschiedstournee ist. Der 27-jährige Linkshänder, von 2019 bis 2024 in Ludwigshafen unter Vertrag, wechselt zur neuen Saison zum TV Großwallstadt. „Wir haben im Hinspiel sehr gut gespielt. Potsdam ist also gewarnt“, sagt Trainer Haaß mit Blick zurück auf den Nikolaustag 2025, als die Eulen beim starken Debüt von Matteo Menges beim 32:32 nach 18:14-Pausenführung nah am Auswärtssieg waren.

Tilo beweist sein Talent

Viel Lob des Trainers heimst Tilo Müller ein. Der 18-Jährige, 2020 von den Südpfalz-Tigern ins HLZ Friesenheim-Hochdorf gewechselt, kam nach seinem Kreuzbandriss und ersten Schritten im HLZ am 1. Mai in Nordhorn zu seinem dritten Einsatz in der 2. Liga. Dem Linkshänder gelang bei der 26:31 (14:15)-Niederlage auch sein erstes Saisontor. „Tilo bereichert unser Spiel, er macht das sehr unaufgeregt“, betont Trainer Haaß, der das Top-Talent nach dem Schlüsselbeinbruch von Finn Leun als wichtige Entlastung für René Zobel auf Halbrechts sieht. Routinier Zobel ist angesichts der angespannten Personallage auch ein wichtiger Faktor im Abwehrverbund.

„Vince tut uns gut“

Nach neun Spielen in der Zuschauerrolle kehrt Mihailo Ilic am Sonntag auf die Platte zurück. „Für den Kopf ist es sehr befreiend, wieder dabei zu sein“, sagt der 23-Jährige. „Potsdam ist eine Hausnummer. Sie sind mit viel Tempo unterwegs“, weiß der Halblinke. „Wir haben als Mannschaft, das Spiel gegen Lübeck ausgenommen, eine gute Entwicklung genommen“, betont „Momo“, die hoch geschätzte Nummer 7. Der echte Friesenheimer Bub steht bis 2027 bei den Eulen unter Vertrag, erfreut sich der Wertschätzung seines Trainers. „Micha“ Haaß freut sich (natürlich) über jeden, der aus dem Lazarett zurückkam und kommt. So wie Vincent Bülow, dessen Mehrwert fürs Team der Coach herausstreicht: „Vince tut uns gut. Er hat in Nordhorn ein super Spiel gemacht, das war fehlerfrei!“

Die Lage im Tabellenkeller

„Wir sind im Abstiegskampf“, betont Eulen-Trainer Haaß vor dem 31. Spieltag. Mit Blick auf den Tabellenkeller spricht Haaß von „einer komischen Tabellensituation. Man kann niemand trauen …“ So landete die HSG Krefeld Niederrhein am letzten Spieltag einen sensationellen 28:27-Sieg beim Tabellendritten HC Elbflorenz. Mit 19 Paraden untermauerte Winter-Neuzugang Pau Guitart im Krefelder Kasten seinen Ruf als Königstransfer. Bayer Dormagen wiederrum überraschte beim Bundesliga-Anwärter HBW Balingen-Weilstetten mit einem 32:32. Mit dem Ferndorfer 33:27-Coup in Coburg war auch nicht wirklich zu rechnen. So steht TuSEM Essen trotz des respektablen 29:29 in Lübeck mit 17:43 Punkten auf Platz 17, einem Abstiegsplatz. Einen Punkt besser auf Rang 16 stehen die Krefelder. TSV Bayer Dormagen als 15. hat 21:39 Zähler auf dem Konto. Die Eulen, jetzt auf Platz 14, und Ferndorf als 13. sind mit 22:38 Punkten gleichauf, aber noch nicht aus dem Schneider. Am Samstag spielt TuS Ferndorf daheim gegen Nordhorn, Dormagen erwartet Dessau. Am Sonntag treffen die erstarkten Krefelder auf Balingen, TuSEM Essen, der Heimatverein von „Micha“ Haaß, erwartet den HSC 2000 Coburg.

Gäste von „Mama/Papa hat Krebs“

Mit Lotto Rheinland-Pfalz freuen sich die Eulen beim Spiel gegen Potsdam 15 Personen des Familienprojekts „Mama/Papa hat Krebs“ der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. als VIP-Gäste zu bewirten. „Schön, dass, Mama/Papa hat Krebs‘, eine wahrhaft segensreiche Einrichtung, nun auch in Ludwigshafen vertreten ist“, sagt Eulen-Geschäftsführer Andreas Olbert. Angeführt wird die Gruppe von der Katja Hubrich, der Projektleiterin von „Mama/Papa hat Krebs“.

Fotos: Harry Reis / 1. VfL Potsdam

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