Letzter Test gelungen: Beim gut organisierten Drittligisten TSV Neuhausen gewannen die Eulen Ludwigshafen am Freitagabend ihr letztes Testspiel vor dem Saisonstart 33:25 (15:10). Die Eulen mussten bei den Madogs ohne Kapitän Marc-Robin Eisel, Bruno Eickhoff, Mihailo Ilic, Matteo Menges und Lars Röller auskommen. Mit auf der Bank: Betreuer Peter Ackermann, der seinen 61. Geburtstag feierte.

Pawel Krawczyk stark mit dem Fuß
„Es war noch einmal ein guter Test. Wir wollen das Ergebnis aber auch nicht zu hoch hängen“, sagte Eulen-Coach Michael Haaß. „Die jungen Spieler haben es gut gemacht“, lobte der Coach explizit Phileas Daniel (4 von 5), Lennart de Hooge (2 von 2) und den ideenreichen Tilo Müller (1). Pawel Krawczyk kam nach der Pause für Janis Boieck ins Tor, verbuchte sieben Paraden, drei mit dem Fuß. „Die Abwehr war heute besser als gegen Großwallstadt. Da hab‘ ich mit dem Fuß nichts hinbekommen“, sagte Krawczyk. Beste Werfer der Eulen vor 500 Zuschauern: Kian Schwarzer (9/3) und Friedrich Schmitt (5). Sie wurden dem Eulen-Leitmotiv „Eulen ballern“ sehr gerecht. Die Saison beginnt für die Eulen am Sonntag, 23. August (17 Uhr), mit dem DHB-Pokalspiel gegen Bundesligist HSG Wetzlar. Der Zweitliga-Start erfolgt am 29. August (18.00 Uhr) gegen TuS Ferndorf.

Haaß‘ Auszeit fruchtet
Nach dem raschen 1:4 durch Friedrich Schmitt in Minute 11 schien es eine klare Angelegenheit zu werden. Aber der gute Niklas Prauß, bei zwei Aluminiumtreffern im Glück, kam in den ersten 30 Minuten auf fünf schnelle Paraden, lenkte einen Siebenmeter von Kian Schwarzer an die Latte. Nach dem 9:10 Neumaiers in der 24. Minute nahm „Micha“ Haaß eine erste Auszeit. Die fruchtete: Nici Waldvogel (3 von 4), der starke Wurfvarianten auspackte, mit einem Doppelpack, Kian Schwarzer gleich zweimal vom Siebenmeterstrich, und Lennart de Hooge sorgten für die Fünf-Tore-Führung zur Pause: 15:10.

Traumtor von Phileas Daniel
Lennart de Hooge, ab sofort mit der Nummer 8 unterwegs und nicht mehr mit der Nummer 30, zeigte großen Tatendrang, wenn er auf Halblinks marschierte. Er wollte sich zeigen und er zeigte sein Talent. Das Tor des Abends gelang Phileas Daniel mit einem gekonnten Dreher zum 26:20. „4 von 5 ist nicht schlecht. Ich mache Fehler, aber ich versuche sie kein zweites Mal zu machen“, sagte der wurfstarke Ex-Magdeburger. Bemerkenswert erneut die Haaß’sche Auszeit: Er nahm die zweite in der 46. Minute beim Stand vom 25:20. Es gab noch einmal einen Schub!
Statistik
TSV Neuhausen: Prauß (45. Pol) - Haag (5), Fischer (6/5), Schmid (1) - Julien Sprößig (1), Merlin Sprößig (2) - Kosak (6) – Usatiuc (1), Huss (1), Neumaier (2), Reinhardt
Eulen Ludwigshafen: Boieck (31. Krawczyk) - Leun (3), Bülow, Schmitt (5) - Straub (1), Kleinsteuber (1) - Schwarz (2) – Waldvogel (3), Zobel (1), Müller (1), Schwarzer (9/3), Bösing (1), de Hooge (2), Daniel (4), Falk
Spielfilm: 1:0 (3. Minute), 1:4 (11.), 7:10 (22.), 9:10 (24.), 10:12 (26.), 10:15 (Halbzeit), 12:19 (33.), 20:27 (49.), 22:31 (56.), 25:33 (Ende) - Siebenmeter: 5/5 - 4/3 - Zeitstrafen: 0/1 - Rote Karte: keine - Zuschauer: 500 - Schiedsrichter: Wanders/Dalampkis.
Fotos: Harry Reis
