Handballer werben für Hodenkrebs-Vorsorge

15.10.2026 10:00 // hk

Die Zweitliga-Handballer der Eulen Ludwigshafen waren am Mittwoch mit (fast) komplettem Kader zum fünften Mal seit 2022 zur Hodenkrebs-Vorsorgeuntersuchung. Die hatte 2022 der Ludwigshafener Urologe Dr. Dimitrios Bakolas, unterstützt von seinem Kollegen Dr. Mustafa Degirmenci angeboten, um vor allem junge Männer für das Thema zu sensibilisieren. Dr. Bakolas erhoffte sich in der Stadt und in der Region eine erhöhte Werbewirkung für die Vorsorge durch das Engagement der Handballer. Durch die Hodenkrebserkrankungen bekannter Profi-Fußballer wie Sébastian Haller (damals Borussia Dortmund), Marco Richter (damals Hertha BSC), Marco Russ (damals Eintracht Frankfurt) oder Timo Baumgartl (Union Berlin) wurde deutlich, dass speziell Männer zwischen 20 und 35 gefährdet sind.

Gute Heilungschancen durch Früherkennung

Die Idee von Dr. Bakolas mit Hilfe der Eulen-Handballer auf die Bedeutung von Früherkennung durch Vorsorge aufmerksam zu machen fruchtete. „Die Heilungschancen sind sehr gut, wenn die Krankheit früh erkannt wird“, betonen die Mediziner. In den ersten vier Jahren wurden die Handballer nach dem Training untersucht, die Kabinen in der Günter-Braun-Halle flugs zu Untersuchungsräumen umgestaltet. Nach dem Umzug der Urologischen Praxis in der Bahnhofstraße ins Ärztehaus in der Horst-Schork-Straße 48 in Oppau wurden die Handballer dort nach Praxisschluss untersucht. 14 Spieler und 2 Physiotherapeuten waren am Mittwoch dabei. Für die, die aus dem Kader oder aus dem Trainerteam nicht dabei sein konnten, bietet Dr. Bakolas einen Ersatztermin an. Dr. Dimitrios Bakolas: „Das Ganze ist ja jetzt schon eine kleine Tradition. Durch das Engagement der Eulen fühlen sich immer wieder junge Leute angesprochen, werden für das Thema sensibilisiert. Andere werden durch die Kampagne darauf aufmerksam und geben entsprechende Infos weiter. Die Spieler waren auch diesmal dankbar für das Angebot. Es ist eine gute Aktion!“

Vorsorge kann Leben retten!!!

„Danke für die Aktion, danke Dr. Bakolas, danke aber auch an das Praxisteam“, sagte Eulen-Mannschaftskapitän Marc-Robin Eisel. Seit dem Fall Sébastian Haller sei man für das Thema Hodenkrebsvorsorge sensibilisiert. Die Vorsorgeaufrufe zu unterstützen ist für den Kapitän eine Selbstverständlichkeit. Die Profis haben verinnerlicht: Vorsorge kann Leben retten! Eisel: „Ich finde es ist eine gute Sache. Jeder von uns war in 5 bis 10 Minuten durch.“ In diesem Sinne: Auf Wiedersehen 2027 in der Praxis. Und alsbald in der „Ebert-Hölle“ … Denn die Einladung kommt!

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