Marc-Robin Eisel (27) ist neuer Kapitän der Eulen Ludwigshafen. Er ist Nachfolger von Frederic Stüber, der zu HG Barmbek Hamburg wechselte. Stellvertretender Kapitän ist – wie bisher – Vincent Bülow (30). „Es freut mich, dass mir die Mannschaft das Vertrauen geschenkt hat“, sagte Eisel nach seiner Wahl am Donnerstagabend im Eulen-Trainingslager in Ditzingen bei Stuttgart. Es ist ihm eine Ehre Eulen-Kapitän zu sein, es macht ihn stolz in „die großen Fußstapfen“ renommierter Vorgänger wie Ben Matschke, Philipp Grimm, Gunnar Dietrich oder Max Haider zu treten.
Der Trainer schätzt das Führungspersonal
„Das sind zwei erfahrene Leute, die uns als Führungsspieler gut tun. Robin kennt den Verein in- und auswendig. Er geht voran, ich habe einen sehr guten Austausch mit ihm. Er identifiziert sich mit der Mannschaft, die er jetzt als Kapitän aufs Feld führen wird. ,Vince‘ bringt große Klasse und viel Erfahrung mit. Robin und ,Vince‘ werden die Mannschaft auf und neben dem Feld gut führen“, erklärte Cheftrainer Michael Haaß nach der Kür der Kapitäne am zweiten Tag des Trainingslagers erfreut und voller Überzeugung.

Torjäger und Spielgestalter
Marc-Robin Eisel war in der abgelaufenen Saison als Denker und Lenker, als Leader, wie schon 2024/25 ein Garant für den Ligaverbleib der Eulen. Auch mit diversen Verletzungen stellte sich der Mann mit der Nummer 9 stets in den Dienst der Mannschaft. Eisel, der Unkaputtbare, der Teamplayer, war in allen 34 Spielen der 2. Liga dabei. Aus 268 Würfen machte er 156 Tore und steuerte 113 Assists bei. „Dass ich immer versuche alles zu geben, ich glaube, das sieht jeder, auch wenn es nicht immer klappt“, sagt der am 6. Juni 1999 in Homburg geborene Rückraumspieler. Er kann Mitte, er kann auch Halblinks und weiß mit viel Herz zu verteidigen. Eisels Vertrag bei den Eulen läuft bis zum 30. Juni 2028. Nach seiner Vertragsverlängerung, die am 23. Dezember 2025 vor dem Nordhorn-Spiel in der Halle verkündet und gefeiert wurde, erklärte Eisel beglückt und mit viel Empathie: „Das ist von meiner Seite auch eine gewisse Wertschätzung für den Verein, der mir die Chance im Profibereich gegeben hat. Die Rolle, die ich in der Mannschaft spielen darf, empfinde ich als sehr angenehm. Der Verein interessiert mich auch, ich will hier nicht nur Handball spielen, sondern mich auch einbringen.“
Robin denkt wie ein Trainer …
Marc-Robin Eisel, von vielen liebevoll der Saarländer genannt, kam 2021 aus der Talentschmiede des SV 64 Zweibrücken ins HLZ Friesenheim-Hochdorf. Er sprang aber schon in der Saisonvorbereitung bei den Eulen-Profis ein, überzeugte und steht dort seit 2022 fest unter Vertrag. „Ich bin im sechsten Jahr hier. Der Verein ist mir längst ans Herz gewachsen. Ich spüre hohe Wertschätzung bei den Verantwortlichen. Wenn dem nicht so wäre, hätten sie mich nicht so lange behalten“, sagt Eisel, den die Fans lieben.
Eisel ist Bankkaufmann und bei der Sparkasse Vorderpfalz angestellt. Er kann Spiele lesen und steht auch in Auszeiten für kluge und klare Ansagen. Er denkt nicht nur wie ein Trainer, Eisel ist auch (schon) Trainer. Als solcher hat er die Frauen der TSG Haßloch in diesem Jahr die 3. Liga geführt. In der Mannschaft spielt seine Verlobte Lucie „Luz“ Krein eine Schlüsselrolle.

„Vince“ weiß um seine Verantwortung
Vor einem Jahr hatte Johannes Wohlrab, der damalige Cheftrainer, Vincent Bülow zum stellvertretenden Kapitän ernannt. Am Donnerstagabend wurde der am 10. August 1995 in Magdeburg als Vincent Sohmann geborene Spielmacher, der bei der Hochzeit den Namen seiner Frau annahm, von der Mannschaft zum Vize-Kapitän gewählt. „Mir bedeutet es viel, jetzt Co-Kapitän zu sein. Ich bin mir aber auch der Verantwortung bewusst, die mit diesem Amt einhergeht. Ich freue mich darauf, Verantwortung zu übernehmen, der Mannschaft meine Erfahrung weiterzugeben und bin überzeugt, dass wir eine geschlossene und charakterstarke Mannschaft haben werden“, kommentierte Bülow seine Wahl. Er kam vor einem Jahr vom Dessau-Roßlauer HV 07 nach Ludwigshafen. „Vince“ wurde als „Königstransfer“ gepriesen und erlebte auch einen Traumstart. Dazu passte am Tag des 30:26-Auftaktsieges gegen TuSEM Essen am 30. August 2025 die Geburt von Sohn Felix. Am 17. Oktober 2025 aber beim Einstand des neuen Trainers Michael Haaß im Spiel gegen HBW Balingen-Weilstetten erlitt der Regisseur eine Schultereckgelenksprengung und fiel fünf lange Monate aus. Am 8. März 2026 im Heimspiel gegen SG BBM Bietigheim kehrte der Mann mit der Nummer 10 auf die Platte zurück. Die Fans begrüßten ihn mit Sonderbeifall. Unterm Strich stehen für Bülow 18 Einsätze in der Saison 2025/26. Der Ideengeber warf 38 Tore bei 48 Versuchen und kam auf 30 Assists. Jetzt hoffen alle, dass „Vince“ gesund bleibt. Seine Kreativität tut allen gut!
