Der Kapitän geht von Bord

01.02.2026 09:00 // hk

Frederic Stüber (30) und die Eulen Ludwigshafen gehen ab Sommer getrennte Wege. Der Kreisläufer, seit Beginn der Saison 2025/26 Mannschaftskapitän, spielte bereits von 2017 bis 2020 für die Eulen. Er war einer der Helden beim „Wunder von Ludwigshafen 2.0“. Stüber kehrte nach vier Jahren, je zwei Jahre beim TV Emsdetten und zwei beim VfL Eintracht Hagen, 2024 nach Ludwigshafen zurück.

Ende der reinen Profi-Laufbahn

Schon während seinem Bachelor-Abschluss bei der BASF im Juli 2025 beschäftigte sich Freddy intensiv mit der eigenen Zukunftsplanung und einem bewussten Einstieg ins Berufsleben. Dieser erfolgte in der Unternehmenssteuerung beim Eulen-Partner, der Sparkasse Vorderpfalz. Freddy Stüber: „Die Möglichkeit mit der Sparkasse Vorderpfalz ist absolut fantastisch. Dass der Einstieg in einem so spannenden Arbeitsbereich wie dem Projektmanagement, in Kombination mit dem Profisport möglich war, ist herausragend. Ich arbeite in einem spannenden Themenfeld und habe dabei die maximale Flexibilität für den Handball. Ich empfehle jedem, sich mit den beruflichen Möglichkeiten bei der Sparkasse auseinanderzusetzen.“ Stüber ergänzt: „Ich konnte mir sehr gut vorstellen, parallel dazu weiterhin bei den Eulen professionell Handball zu spielen. Die Eulen sind ein toller Verein, zu dem ich eine hohe Identifikation habe. Nach den ersten Gesprächen mit den Verantwortlichen der Eulen ist allerdings früh klar geworden, dass es angesichts der wirtschaftlichen Entwicklungen im Verein schwierig werden würde. Die Vereinsverantwortlichen hatten ja schon öffentlich gemacht, künftig mit jungen Spielern und einem entsprechend reduzierten Etat arbeiten zu müssen.“
So kam Stüber, der am 28. Februar 31 Jahre alt wird, gemeinsam mit seiner Partnerin zu dem Entschluss, nicht mehr als reiner Profi spielen zu wollen, „sondern zukünftig den Schwerpunkt auf die berufliche Entwicklung zu legen“. „Stand jetzt werde ich meine Laufbahn als reiner Handballprofi bei den Eulen beenden. Wir werden uns in den nächsten Wochen und Monaten intensiv damit beschäftigten, wo und wie wir unseren Lebensmittelpunkt zukünftig gestalten werden“, sagt Freddy Stüber, der nicht ausschließt, weiter Handball zu spielen, wenn es die berufliche Situation ermöglicht.

„Nachhaltige Strukturen schaffen“

Domenico Marinese, der Geschäftsführer der Eulen, bedauert den nahen Abschied des Kapitäns. „Freddy ist das Gesicht der Mannschaft. Er repräsentiert Verein und Mannschaft vorbildlich. Ich schätze ihn als vertrauensvollen Gesprächspartner“, sagt Marinese und fügt hinzu: „Unser Verein befindet sich in einer Phase der Konsolidierung und Neuausrichtung. Wir haben die Aufgabe, nachhaltige Strukturen zu schaffen, um die Zukunft der Eulen langfristig zu sichern. In diesem Rahmen war es leider nicht möglich, Freddys berechtigten Vorstellungen gerecht zu werden. Wir bedanken uns herzlich für seine hervorragenden Leistungen und wünschen ihm nur das Beste auf seinem weiteren Weg.“

„Auch als Mensch schwer zu ersetzen“

„Das wird eine Lücke reißen. Mit Freddy Stüber verlieren wir einen guten Spieler, der auch als Mensch nur schwer zu ersetzen ist, weil er der Mannschaft sehr viel gibt. Ich habe vom ersten Tag an sehr gern mit ihm als Kapitän zusammengearbeitet. Er ist ein Führungsspieler. Ich freue mich auf die restlichen 17 Spiele mit ihm“, sagt Michael Haaß, der Trainer der Eulen. Haaß: „Sein Abschied hat ja wirtschaftliche Gründen. Den Prozess, künftig mit jüngeren Spielern und reduziertem Etat arbeiten zu müssen, haben die Eulen ja schon kommuniziert.“

Noch 17 mal mit Vollgas

Klar ist für den Mann, der das Eulen-Trikot mit der Nummer 2 trägt, dass er die restlichen 17 Zweitligaspiele „mit Vollgas“ angehen wird. So hat er sich den Ruf des „Mentalitätsmonsters“ erarbeitet. Freddy Stüber: „Ich freue mich auf die Rückrunde mit meiner Mannschaft, die in der Hinrunde gezeigt hat, wie gut sie sich durch intensive Arbeit entwickelt hat. Wir haben alles, um unsere Fans zu begeistern. In der Mannschaft ist unheimlich viel Energie, die wir in Leistung umsetzen und die Region begeistern wollen. Darauf freue ich mich!“

Fotos: Harry Reis, Lisa Schuster

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