Zurück in die Zukunft

09.04.2026 16:00 // kk

Am Dienstagabend luden die Eulen im Heinrich Pesch Hotel zum zweiten Partner-Event im Jahr 2026 und es war ein ganz Besonderes, denn es war der Auftakt der Jubiläumswoche 30 Bundesliga. Die Eulen hatten gerufen und viele Ehemalige waren gekommen, um gemeinsam mit Partnern und Mitarbeitern auf eine ereignisreiche Zeit zurückzublicken, aber auch einen Blick in die Zukunft zu wagen. Es wurde ein Abend mit viel Nostalgie, aber auch mit Erinnerungen, Geschichten, Anekdoten und ganz viel Emotionen und Eulen-Hallensprecher, "the Voice", Thomas Stüber führte wie gewohnt mit viel Witz und Charme durch die Veranstaltung.

Gekommen, um zu bleiben

Die Eulen Ludwigshafen, damals noch als TSG Friesenheim unterwegs, sind am 30. April 1995 in die 2. Bundesliga aufgestiegen, um möglichst lange zu bleiben. Es wurden bis jetzt 30 Jahre, davon sechs in der 1. Bundesliga.

Gekommen, um zu bleiben, sind auch die beiden, die den Abend eröffneten. Der neue Eulen-Geschäftsführer Andreas Olbert, seit einer Woche im Amt, freute sich, dass viele Partner, Mitarbeiter und Protagonisten der letzten 30 Jahre der Einladung gefolgt waren und begrüßte 150 Personen im Heinrich Pesch Hotel. Es war seine erste offizielle Eulen-Veranstaltung als Geschäftsführer und zu Beginn blickte er auf seine erste „Eulen-Woche“ zurück, dann aber auch direkt in die Zukunft, in der er die Eulen als Bundesligaverein wirtschaftlich nicht nur auf eine solide Basis stellen, sondern mit den vorhandenen Partnern weiterentwickeln und natürlich auch neue Partner gewinnen möchte.

Zweiter Gast auf der Bühne bei Thomas Stüber war der Oberbürgermeister der Stadt Ludwigshafen, Professor Dr. Klaus Blettner. Seit Januar 2026 im Amt, war es für ihn das erste offizielle „Eulen-Event“ auch wenn er dem Verein schon lange verbunden und bei Heimspielen gern gesehener Stammgast in der Eberthölle ist. Er zitierte einen ehemaligen Präsidenten des VfB Stuttgart mit den Worten: „Unser Produkt sind Emotionen. Ich glaube, das gilt auch für die Eulen.“ Er hob die Bedeutung der Eulen als sportliches Aushängeschild für die Stadt Ludwigshafen hervor, wünschte sich aber als Gast und Eulen-Fan für die Zukunft Geschlossenheit im Verein, auch unter den Gesellschaftern. Wie bei seinem Wahlkampfmotto „Klaus geht klar“ sprach er auch die aktuellen Querelen klar an. „Entweder gelingt es wieder zu einer gemeinsamen Linie zu finden oder den Weg für neue Verantwortliche freizumachen. Dieses Projekt ist zu wertvoll, um es durch interne Konflikte zu gefährden.“ Er wertete es als positives Signal für die Zukunft, das auch die beiden Gesellschafter Rudolf Heßler und Winfried Kaiser an der Veranstaltung teilnahmen.

Talkrunde mit wechselnden Gästen

Anschließend begrüßte Thomas Stüber im Wechsel viele Gäste, die in den letzten 30 Jahren alle in verschiedenen Positionen oder Funktionen Teil der Eulen Ludwigshafen oder der TSG Friesenheim waren oder es sogar heute noch sind.

Den Anfang machte Uli Spettman, der über 15 Jahre als Kreisläufer für die TSG Friesenheim spielte. Praktisch von Geburt an im Verein, erzählte er, dass er sich über sein Trikot an der Wand der Legenden in der Eberthölle zwar freut, die über die vielen Jahre entstandenen Freundschaften ihm aber viel wichtiger sind.

Fliegender Wechsel zum Aufstiegstrainer, Wilfried Job, der sich noch sehr genau an den 30. April 1995 erinnern konnte. Aber nicht nur an den Tag, sondern auch an die Spieler, mit denen er damals aufgestiegen ist. Eine besondere Belastung war es für ihn, dass sein Sohn Alexander Teil seiner Mannschaft war. Auf die Frage von Stübi, ob er denn wirklich so ein harter Hund gewesen sein, kam schon ein ‚Ja‘ aus dem Publikum. Heute verfolgt er die Spiele der Eulen im Fernsehen auf DYN.

Philipp Grimm kam in verschiedenen Funktionen auf die Bühne. Spieler, Teammanager, Nothelfer, das sind die Positionen, die „Grimmi“ seit 2007 bei den Eulen ausgefüllt hat und immer noch ausfüllt. 2020 zwischenzeitlich wurde noch einmal als Spieler reaktiviert. Das große Verletzungspech in der Saison 2020/2021 machte es möglich (nötig).

So zählte der Ex-Kapitän in zehn Saisonzielen zum Bundesliga-Kader der Eulen, kam sechsmal zum Einsatz und verwandelte vier Siebenmeter. Als Wunsch formulierte er aber, dass er die Handballschuhe nicht noch einmal anziehen muss…

Auch Co-Trainer Andrej Kogut, der als junger Spieler bei den Eulen erwachsen wurde, sich zwischenzeitlich zum TBV Lemgo verirrte und seit 2022 in neuer Funktion wieder zurück ist, brachte ganz viele Erinnerungen mit. Besonders an den leider verstorbenen Kult-Betreuer Günter Stürm, zu dessen letzten Spiel er mit seiner Frau extra aus Lemgo angereist war. Er hat sein Pfälzisch anfangs zwar nicht wirklich verstanden, erinnerte sich aber gerne an gemeinsame Erlebnisse, z.B. dass Günter auch mit 80 Jahren beim Training in der Ries-Halle unter dem Hallendach „turnte“, um Bälle einzusammeln, die bei Würfen von den Jungs ihr Ziel weit verfehlten…

„Günnes“ eröffnete den zweiten Teil des Abends

Nach einer kurzen Pause ging es mit Gunnar Dietrich weiter. Rückblickend war er mit dem Verlauf seiner Karriere und der Zeit bei den Eulen sehr zufrieden: „Ich glaube, dass ich für das, was ich eingesetzt habe, das Maximale herausgeholt habe.“ Viel Zeit im Kraftraum hat er nach eigener Aussage nicht verbracht…

Sechs Monate der letzten 30 Jahre durfte auch unser aktueller Trainer Michael Haaß miterleben, der aber die Eberthölle schon als Spieler und Trainer schon mit anderen Vereinen kennenlernen „durfte“… „Wenn man in die Eberthölle reinkam, lief Techno-Musik und man wusste Sch…, heute tut es weh. Beim Warmmachen sah man dann Freddy Stüber mit rot unterlaufenen Augen und wusste, das macht heute keinen Spaß…“ Für die Zukunft wünscht er sich Ruhe im Verein und möchte mittelfristig eine spannende Mannschaft aufbauen, die allen viel Spaß macht.

Nicht mit rot unterlaufenen Augen aber mit gerissener Sehne kam zum Abschluss Eulen-Kapitän Freddy Stüber auf die Bühne. Am Sonntag durfte er den Trainer anrufen, um ihm zu sagen, dass er sich am Bügelbrett geschnitten hatte und nach einer OP in der BG Klinik vorerst ausfällt. Er blickte auf eine Zeit mit vielen Emotionen wie dem Wunder 2.0 im Jahr 2019 zurück und möchte die Zeit bis Juni 2026 genießen und auf jeden Fall noch Mal spielen, ehe er dann die Eulen verlassen wird.

Ein mehr als gelungener Abend

Bedanken möchten sich die Eulen bei unserem Gastgeber des Events, dem Heinrich Pesch Hotel für die stets freundliche und reibungslose Organisation und das Catering, bei der Deltas Finest OHG, die tatkräftig bei der Orga unterstützt hat und natürlich auch den „jungen Wilden“ der Geschäftsstelle, die erneut ein tolles Event auf die Beine gestellt haben.

Es war ein mehr als gelungener Abend und alle waren sich direkt einig, diese Veranstaltung muss zum Jubiläum 50 Jahre Bundesliga unbedingt wiederholt werden. Und stellen wir uns vor, die Akteure, die jetzt in einer Funktion für die Eulen aktiv sind, wären dann immer noch dabei…

Fotos: Harry Reis

Der Abend im Video

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