Vier Brocken in Serie

06.03.2026 09:00 // hk

Das Programm bietet vier Schwergewichte in Serie: In ihren nächsten vier Spielen begegnen die Eulen ausschließlich Spitzenmannschaften. Am Sonntag (17 Uhr) kommt Zweitliga-Spitzenreiter SG BBM Bietigheim nach Ludwigshafen. Eine Woche später, am 15. März (17 Uhr), wartet in der „Hölle Süd“ beim Tabellenzweiten HBW Balingen-Weilstetten die nächste Herkulesaufgabe. Am 27. März (19 Uhr) kommt mit dem Liga-Sechsten 1. VfL Eintracht Hagen ein Gast mit Angstgegner-Status in die Friedrich-Ebert-Halle. Am 2. April (19 Uhr), dem Gründonnerstag, heißt es für die Eulen sich beim Tabellendritten HC Elbflorenz warm anzuziehen. Bei den Dresdnern wird zur neuen Saison der ehemalige Eulen-Profi Julius Meyer-Siebert vor Anker gehen. Er verlässt TuS Ferndorf nach dieser Spielzeit.

DIE RHEINPFALZ Sponsor of the day

Das Spiel am Sonntag gegen Bietigheim steht unter der Leitung von Jan Lier aus Korntal-Münchingen und von Manuel Lier aus St. Gallen. Dyn überträgt - wie alle Spiele der 1. und 2. Handball-Bundesliga - live und auf Abruf. Auch in der „englischen Woche“ weiß Live-Reporter Karsten Knäuper die Eulen-Ikone Thorsten Laubscher an seiner Seite. Sponsor of the day ist die Tageszeitung DIE RHEINPFALZ mit ihrem „Meet and Greet“-Programm. Die männliche E-Jugend der HSG Dudenhofen-Schifferstadt stellt die Einlaufkinder. Sie werden von Kaufland präsentiert.

Die Skills des Finn Leun

Das 37:33 (18:16) gegen TSV Bayer Dormagen tat der Eulen-Seele gut, zumal die Mannschaft ohne Vincent Bülow, Mats Grupe, Mihailo Ilic, Friedrich Schmitt und Nici Waldvogel auskommen musste. René Zobel und Matteo Menges liefen mit erheblichem Trainingsrückstand auf. Wesentlich entspannter dürfte die Personallage auch am Sonntag kaum sein, weiß der Eulen-Coach. „Vielleicht kann Zobel etwas länger spielen“, hofft Haaß, der sich nach dem Kraftakt am Mittwochabend einmal mehr als Fan seiner Mannschaft zeigte: „Ich bin wahnsinnig stolz auf die Mannschaft, die, auch wenn nichts mehr zu gehen scheint, noch was aus sich herausholt.“ Und: „Die haben alle Lust, sich zu entwickeln!“ Bemerkenswert wie Zobel in Minute 42 quasi aus der kalten Hose auf die Platte kam und den Freiwurf zum 26:22 in den Torwinkel schweißte. Die schönsten Tore aber warf der erneut starke Linkshänder Finn Leun; erst das 18:16 per Kempa mit Initiator Eisel, dann das 33:31 mit einem „Scharfschuss“ aus der Hüfte. „Finn hat besondere Skills drauf“, bemerkte sein froh gestimmter Trainer.

Das schnelle Wiedersehen

Es ist schon die vierte Begegnung zwischen den Eulen und Iker Romeros Bietigheimern in den letzten sieben Monaten. In der Sommer-Vorbereitung und in der Rückrunden-Vorbereitung trafen sich die beiden Mannschaften zu Testspielen. Vor der Runde gewann die SG in Ludwigshafen 32:25 (16:13). Vor dem Rückrundenstart unterlagen die Eulen dem Bundesliga-Aspiranten in Hochdorf 27:34 (15:17). Das Punktspiel hatten die Schwaben nach einem Traumstart 29:24 (14:10) gewonnen. Dass die Eulen bei der jüngsten Begegnung eine Halbzeit auf Augenhöhe mit der SG waren, relativiert Eulen-Coach Michael Haaß: „Bietigheim war ersatzgeschwächt und hat uns dennoch klar geschlagen…“

Über Grenzen gehen

„Bietigheim spielt schon ein paar Jahre zusammen und hat die mit Abstand stabilste Abwehr der Liga“, attestiert Michael Haaß. Mit dem ehemaligen Eulen-Keeper Martin Tomovski und Jan Hrdlicka verfügt der Liga-Primus über zwei exzellente Torhüter. Die Kadertiefe gibt SG-Trainer Iker Romero großen Handlungsspielraum. Mit dem aus Waldsee stammenden Linkshänder Dominik Claus kehrt einer für 60 Minuten in die Eberthalle zurück, der 2017 in Bietigheim anheuerte und dort zum geschätzten Inventar zählt. Der Blick auf den Kader zeigt, welche große individuelle Klasse auflaufen wird: Da ist Spielmacher Juan de la Pena, da ist der Abwehrspezialist Nikola Vlahovic, Linkshänder Djibril M’Bengue trug schon das Trikot der Nationalmannschaft, Jonathan Fischer ist eine Wucht am Kreis. Und und und … Einfach abschenken aber ist bei den Eulen nicht angesagt. „Wir versuchen wieder über unsere Grenzen zu gehen, versuchen mit viel Mentalität extra was rauszukitzeln. Wir versuchen natürlich zu gewinnen. Es ist immer was möglich …“, sagt der Trainer. Matteo Menges, der am Mittwoch herausragende Rückraum-Quirl, weiß natürlich auch um die Ausgangslage. Menges: „Natürlich wollen wir auch den Tabellenführer versuchen zu ärgern, ein bisschen sticheln …“ Kian Schwarzer, gegen Dormagen „on fire“, mit Traumquote (6 von 6) imponierend, setzt auf Kampf und Teamspirit: „Auch gegen die Bietigheimer soll jeder Spaß haben.“ Spaß hatte Trainer Haaß am Mittwoch auch an der herausragenden Abwehrleistung des abgezockten Schwarzer und des cleveren Alex Falk. „Die Beiden waren genau richtig für dieses Spiel“, lobte der Trainer.

Neue Trümpfe: Orlov und Hadzimuhamedovic

Für die Rückrunde (und die Mission Wiederaufstieg) holten sich die Bietigheimer Verstärkung aus dem Norden: Maxim Orlov, dessen bevorzugtes Revier in der Rückraum Mitte liegt, wurde bis zum Saisonende vom Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf ausgeliehen. Der frühere Jugend- und Junioren-Nationalspieler, in Kreuztal geboren, ist schon im Jugendbereich top ausgebildet worden, das verraten seine ersten Stationen: TuS Ferndorf, GWD Minden, Füchse Berlin. Als Profi wurde er von den Füchsen beim 1. VfL Potsdam geparkt. Mit den Potsdamern ist Orlov 2024 in die Bundesliga aufgestiegen. Nach dem Abstieg 2025 wechselte der 1,93 Meter große Profi nach Hannover. Furore im SG-Dress macht der 19 Jahre alte Anel Hadzimuhamedovic, der aus Weinsberg in den Talentschuppen der Bietigheimer kam und nun die 2. Liga aufmischt. „Ein sehr spannender Spieler“, lobt Eulen-Coach Michael Haaß. Beim Januar-Testspiel war der frischgebackene A-Nationalspieler Bosnien-Herzegowinas der herausragende Akteur. Siebenmeter kann er auch – so beim 32:26-Sieg der Bietigheimer zuletzt gegen Nordhorn mit 5/5.

Danke! Danke! Danke!

Marcel Mayer, der Leiter der Eulen-Geschäftsstelle, ist sehr dankbar, dass das urlaubsbedingt dezimierte Helferteam am Mittwochabend rund um das Dormagen-Spiel kurzfristig durch „Nothelfer“ ergänzt werden konnte, als es auch noch Krankmeldungen gab. „Es war sehr schwierig, umso schöner, dass die Vier uns spontan geholfen haben“, sagt Mayer mit Blick auf Corinna Lohr, Christiane und Holger Friedmann sowie Martin Buschsieper. Corinna Lohr half an der Kasse aus. Christiane und Holger Friedmann taten am Verkaufsstand für die roten Spieltags-Shirts Dienst, Martin Buschsieper sprang als Schiedsrichter-Betreuer in die Bresche. Auch im Eulen-Kostüm war ein Ersatzmann unterwegs. Da gilt der Datenschutz …

Dankbar ist Marcel Mayer überdies Christian De Pasquale, der Bärbel Reis im VIP-Raum unterstützt. Karsten Knäuper, Dyn-Live-Reporter, übernahm zusätzlich - unterstützt von Uwe Hocke - die Leitung der Pressekonferenz. Das wird auch am Sonntag so sein.

„Klar im Kopf – Klar im Spiel“

Die Polizeiinspektion Ludwigshafen 2 und die Eulen Ludwigshafen, seit 2021 partnerschaftlich verbunden, stellen ihre Präventionskampagne „Klar im Kopf – Klar im Spiel“ rund um die Partie vor. Die Kampagne soll helfen, Kinder und Jugendliche für die Gefahren von Alkohol und Drogen zu sensibilisieren. Die Besucher erwartet am Sonntag in der Halle ein umfangreiches Informationsangebot mit vielen Mitmachaktionen von Polizei, Suchthilfenetzwerk und Gemeindepsychiatrie der Stadt Ludwigshafen, des Regionalen Arbeitskreises Suchtprävention, vom Haus der Diakonie Ludwigshafen, der Krankenkasse „Pronova BKK“ und des Grünstadter Start Ups „Drop Detective“. Angeboten werden detaillierte Informationen zur Suchtprävention und zur Thematik Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Die Zuschauer können ihr Wissen in einem Quiz abprüfen oder im Rauschbrillenparcours die Auswirkungen von Drogen austesten.

Mit der Präventionskampagne „Klar im Kopf – Klar im Spiel“ haben Polizei und Eulen schon im Vorfeld des Spiels versucht auf die Drogenproblematik aufmerksam zu machen. Eulen-Geschäftsführer Domenico Marinese: „Wir von den Eulen danken Annika Wiese, der Leiterin der Polizeiinspektion Ludwigshafen 2, und ihrem gesamten Team für das freundliche Miteinander in dem seit 2021 praktizierten Schulterschluss unter dem Leitmotiv ,Wir gemeinsam für LU‘. So macht Partnerschaft Spaß und motiviert für weitere gemeinsame Aktionen für unsere Stadt. Ich stimme mit Annika Wiese auch darin überein, dass Prävention sichtbar und hörbar werden muss, um Jugendliche und junge Erwachsene zu erreichen.“ In einer Pressemitteilung der Polizei heißt es: „Polizei, Suchthilfen und Eulen Ludwigshafen setzen mit dieser Kampagne ein klares Zeichen: Suchtprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur gemeinsam erfolgreich bewältigt werden kann.“ Es passt zu diesem besonderen Tag, dass Daniel Stich, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium des Inneren und für Sport, zu Gast sein wird.

„Schule ohne Rassismus zeigt Flagge“

Die Eulen haben mit ihrem Partner Lotto-Rheinland-Pfalz am Sonntag 15 Gäste der Schule im Erlich aus Speyer zu Gast. Diese Schule ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. Die Schule ist auch Mitglied im bedeutsamen Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. „Das passt zu unseren Grundwerten eines weltoffenen Vereins, der Integration lebt und Inklusion fördert“, sagt Geschäftsführer Domenico Marinese.
Bekennende Eulen-Fans sind auch Rudolf Storck, der Präsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, der Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von Lotto Rheinland-Pfalz ist, und Jürgen Häfner, der Geschäftsführer von Lotto Rheinland-Pfalz. In der Halbzeit sind beide Interviewgäste von Thomas Stüber, der Stimme der Eulen.

Fotos: Harry Reis / SG BBM Bietigheim

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