Die Eulen haben die Nachfolge von Tim Schaller, der im Sommer zum Drittligisten TV Homburg wechselt, geregelt: Monty Kleinsteuber, der im August 2025 mit der deutschen Mannschaft U19-Weltmeister geworden ist, kommt aus dem Nachwuchs des SC Magdeburg nach Ludwigshafen. Der 19 Jahre alte Linksaußen, 1,96 Meter groß, hat einen bis Mitte 2028 laufenden Vertrag unterschrieben und trägt das Eulen-Trikot mit der Nummer 99.
Hoch motiviertes Talent
„Monty ist ein junger, hoch motivierter Junge, ein besonderes Talent. Er gehört zur Mannschaft, die U19-Weltmeister geworden ist. Er hat also in seinen jungen Jahren schon ein bisschen was gesehen. Bei uns kann er reifen und erhöht die Variabilität unserer Mannschaft“, sagt Eulen-Trainer Michael Haaß zur Verpflichtung von Monty Kleinsteuber, dem Jungen aus dem Magdeburger Talentschuppen.

Die Reifeprüfung
Der Trainer, also „Micha“ Haaß, ist der Schlüssel zum Ja Kleinsteubers zu den Eulen. „Ich glaube, ,Micha‘ Haaß ist der passende Trainer auf dem Weg, den ich künftig gehen möchte. Wir hatten gute Gespräche, ich konnte mich immer nochmal melden, wenn ich Nachfragen hatte“, sagt der Linksaußen. Er ist am 27. November 2006 in Magdeburg geboren. Vor 15 Jahren, also mit 4, hat er beim SC Magdeburg mit dem Handball begonnen, aktuell spielt er im Junioren-Team in der 3. Liga. Mit dem Wechsel in die 2. Liga will der 19-Jährige den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen. „Der SC Magdeburg, die beste Mannschaft der Welt, hat auf Linksaußen Weltklassespieler“, weiß sich das Talent einzuschätzen. Da ist Lukas Mertens, da ist Matthias Musche … Kleinsteuber war und ist glücklich, zuletzt auch mal mit den Bundesliga-Stars unter dem legendären Erfolgstrainer Bennet Wiegert mittrainiert zu haben. „Ich möchte den Cut jetzt ganz bewusst machen, erstmals von zu Hause wegzugehen. Ich möchte meinen Weg weiter gehen, selbständiger werden. Ich weiß, dass das eine große Umstellung wird. Ich spiele jetzt im zweiten Jahr in der 3. Liga und will in Ludwigshafen in der 2. Liga den nächsten Schritt machen“, sagt Monty Kleinsteuber, der vor der sportlichen Reifeprüfung aber erst noch sein Abitur in der Heimat macht.
Der coole Siebenmeterexperte
Der WM-Titel mit der U19 – für Monty Kleinsteuber ist’s „natürlich der größte Erfolg meiner Laufbahn. Es ist in jedem Falle was Besonderes und eine Bestätigung für die harte Arbeit. Es zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Das WM-Turnier war eine extrem gute Erfahrung. Ich bin bereit, diesen Weg weiterzugehen.“
Im WM-Finale gegen Spanien bewies sich Monty als nervenstarker Siebenmeterschütze. Nach Verlängerung wurde das Endspiel im Siebenmeterwerfen entschieden. Kleinsteuber traf zweimal und trug so zum 41:40 (36:36, 27:27, 14:16)-Sieg bei. In Magdeburgs Drittliga-Team firmiert Monty auch als Siebenmeterexperte. Auch da könnte er bei den Eulen also Tim Schaller nachfolgen…

Wie es zu Monty kam …
In seiner Familie fühlt er sich gut aufgehoben. Der „kleine“ Bruder ist 11 – und spielt auch Handball beim SCM. Übrigens: Den Vornamen Monty hat die Mama ausgesucht. „Sie wollte einen etwas ausgefallenen Namen und hat sich dann an Monty Python erinnert …“, verrät der künftige Eulen-Linksaußen.
Wichtig für die Abwehr
„Schön, dass wir mit Monty ab Sommer einen weiter Junioren-Nationalspieler bei den Eulen haben werden“, sagt Christian Deller, der Sportliche Leiter, mit Blick auf die Verpflichtung des 19 Jahre alten Monty Kleinsteuber. Deller: „Wichtig ist, dass er auf Halb decken kann. Das ist auch ein Grund, warum wir ihn unbedingt wollten. Es ist ein sehr interessanter Spieler mit unheimlich viel Potenzial, der sich unter Michael Haaß sicher gut weiter entwickeln wird.“
Fotos: Katja Mueller/SC Magdeburg / Monty Kleinsteuber
