Unter dem Signum 30 Jahre Bundesliga laden die Eulen Ludwigshafen am Freitag (20 Uhr) zum Jubiläumsspiel. Im Zweitligaspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau läuft die Mannschaft von Trainer Michael Haaß in Erinnerung an den Aufstieg am 30. April 1995 in Traditionstrikots auf. Paul Kijowsky aus Koblenz und Lukas Strüder aus Mainz leiten die Partie des 27. Spieltages. Dyn überträgt - wie alle Spiele der 1. und 2. Handball-Bundesliga - live und auf Abruf. Karsten Knäuper und die Eulen-Ikone Thorsten Laubscher kommentieren.

U18-Länderspiel im Programm
Das Jubiläumsspiel bekommt einen besonderen Rahmen durch das Länderspiel der weiblichen U18-Nationalmannschaft gegen Frankreich, das um 17.30 Uhr von Janica und Kim Büschgens angepfiffen wird. Die weibliche U18-Nationalmannschaft trifft in dieser Woche dreimal auf Frankreich. Gespielt wird am heutigen Mittwoch, 19 Uhr, im Schulzentrum Mundenheim, am Freitag im Rahmen des Eulen-Traditionsspieltages, und am Samstag, 16 Uhr, in der Löwensteinhalle in Albersweiler. Die drei Begegnungen dienen der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im Juni in Rumänien. Sie sind auch Teil des deutsch-französischen Austauschprogramms, das vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) gefördert wird. Handball.net überträgt live. Reporter Karsten Knäuper fährt an diesem Freitag eine Doppelschicht und weiß beim Länderspiel Melissa Engeln aus der erfolgreichen Drittliga-Mannschaft der TSG Friesenheim als Co-Kommentatorin an seiner Seite. Beim U18-Länderspiel läuft die E-Jugend aus dem HLZ mit ein, beim Zweitligaspiel die D-Jugend des HLZ.

Die Geschichte fortschreiben
Sponsor of the day ist am Freitag Lotto Rheinland-Pfalz. Den Traditionsspieltag unterstützen außerdem: GAG, Pronova BKK, Craft, Druckerei Wiedmann und Sparkasse Vorderpfalz. Für die Eulen geht es im Spiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau um eminent wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib. Die Eulen, derzeit Tabellen-15., haben nur vier Punkte Vorsprung vor der HSG Krefeld Niederrhein auf Platz 17, dem ersten Abstiegsplatz. Lübeck kommt als Tabellenelfter und darf mit 25:27 Punkten jenseits von Gut und Böse befreit aufspielen. Das Hinspiel haben die Lübecker 32:25 (16:12) gewonnen. Zuletzt gab’s einen 29:24 (11:8)-Sieg gegen die HSG Nordhorn-Lingen für die Mannschaft von David Röhrig, der seit bald vier Jahren im Amt ist. Konstanz fruchtet! Vater des jüngsten Lübecker Sieges war der im Oktober 2025 aus Potsdam gekommene Slowene Mark Ferjan mit 15 Paraden. „Ein unangenehmer Gegner mit schnellen Spielern und stark in Eins-zu-Eins-Situationen“, urteilt Eulen-Trainer Michael Haaß. „Es liegt an uns, sie nicht auf ihr Top-Level kommen zu lassen. Es geht - wie immer bei uns in unserer Situation und Lage - um Mentalität, um eisernen Willen. Es geht nur zusammen und mit unbeugsamen Willen“, betont der Coach. Gut tut seiner Mannschaft, dass Spielmacher Vincent Bülow nach seinem Comeback immer besser in Tritt kommt. „Es ist unser Jubiläumsspiel vor toller Kulisse“, unterstreicht „Micha“ Haaß, dass es allen Personalsorgen zum Trotz eben auch ein besonderer Spieltag ist. Es ist der Eulen-Feiertag für „30 Jahre Bundesliga“. Es geht darum, die große Geschichte fortzuschreiben…

Heimkehr der Helden
Am 30. April 1995 schaffte die TSG Friesenheim den Aufstieg in die damals zweigeteilte 2. Handball-Bundesliga. Das entscheidende Tor zum 24:23-Sieg gegen den TV Kirchzell beim Krimi mit zwei Verlängerungen in Amorbach warf Michael Pfeil fünf Sekunden vor Schluss. 2010/2011, 2014/15 und von 2017 bis 2021 erlebten die Eulen ganz besondere Jahre – sechs Jahre in der Bundesliga! In der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga rangieren die Eulen - Stand 1. August 2025 - hinter TV Emsdetten mit 35 Jahren und 1176:1136 Punkten und dem TV Hüttenberg mit 1009:1003 Punkten aus 31 Jahren auf Platz 3. In 24 Zweitligajahren kamen die Eulen auf 984:700 Punkte bei 22.506:21.601 Toren. Michael Pfeil, als „Held von Amorbach“ gefeiert, hat es in seinen Erinnerungen an den Aufstieg so wunderbar formuliert und sieht sich nur als einen Teil einer tollen Truppe: „Wir sind alle Helden, alle Spieler, die Fans, der Trainer, der Manager, die Visionäre.“ Andreas Olbert, der am Freitag seine offizielle Heimspiel-Premiere als Geschäftsführer erlebt, freut sich auf den besonderen Tag. „Ich sage einfach Danke an die Menschen und Macher, die Spieler, die Trainer, die Sponsoren, die Fans und die vielen ehrenamtlichen Helfer, die das Erlebnis Bundesliga möglich machten und machen“, betont Olbert. Viele der Helden von damals sind für Freitag in der Halle angesagt. Eine Autogrammstunde mit den Helden von damals ist eingeplant. Zugesagt haben bisher folgende Spieler aus der Aufstiegsmannschaft und dem Kader aus dem ersten Zweitligajahr: Florian Crasnaru, Frank Gutting, Helmut und Jürgen Köstler, Thorsten Laubscher, Marcus Muth, Stephan Pfeiffer, Michael Pfeil, Gerald Schalter, Ralf Schmitt, Ulrich Spettmann, Michael Stein, Frank Stolle, Klaus Wetzler und Axel Wilbrandt. Dazu kommt Aufstiegstrainer Winfried Job. Weitere „Zugänge“ sind möglich.
Benefizkonzert fürs Hospiz
Ein besonderer Tag, ein besonderer Abend: Am Sonntag, 12. April, Beginn 19 Uhr, kommt das SAP-Sinfonieorchester zum fünften Mal zu einem Benefizkonzert zugunsten des Fördervereins Hospiz & Palliativ für die Stadt Ludwigshafen und den Rhein-Pfalz-Kreis nach Ludwigshafen. Einlass in der Friedenskirche in der Leuschnerstraße 56 in Friesenheim ist ab 18.30 Uhr. Gespielt werden Stücke von Mozart, Edward Elgar und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Als Solist mitwirken wird David Neuhaus.
Die Eulen Ludwigshafen sind dem Förderverein Hospiz partnerschaftlich verbunden.
Göllheimer Handballer zu Gast
Mit Lotto Rheinland-Pfalz haben die Eulen bei jedem Heimspiel Gäste aus sozial und karitativ engagierten Einrichtungen oder Vereinen zu Gast. VIP-Gäste von Lotto und den Eulen sind am Freitag 15 Mitstreiter des Handball-Fördervereins Göllheim, der die Nordpfälzer Wölfe unterstützt. ,,Kinder stark machen“ ist ein Leitmotiv des von Jürgen Dhom als Vorsitzendem geführten Fördervereins, der 1993 gegründet wurde und 1995 gar schon die deutsche, 1994 die russische Nationalmannschaft zu Testspielen nach Göllheim lotste. Im Juni 2022 waren die damaligen Eulen-Asse Pascal Bührer und Christian Klimek beim Tag des „Donnersberger Sports“ zu Gast in Göllheim und trainierten mit den Handball-Kids.
Fotos: Harry Reis, Bernhard Kunz, Stefan Matthis
