30 : 29
(12 : 14)

TuSEM Essen

Plaue (14. Siebenmeter, ab 19. Knaack) - Schoss (7), Mart (1/1), Göttler (6) - Eißing (1), Werschkull (6) - Willner (3) – Kostuj (3), Wolf, Neuhaus (3), Wolfram, Reimer – Nicht eingesetzt: Becker, Clarius, Mast

Die Eulen Ludwigshafen

Grupe (53. Urbič) - Leun (2), Eisel (3), Schmitt (3) - Straub (1), Schwarzer (1) - Röller (3) - Ilic (1), Schaller (4/4), Menges (1), Stüber (2), Zobel (7), Hein, Falk (1) – Nicht eingesetzt: de Hooge
Spielverlauf: 0:1 (2. Minute), 1:3 (6.), 5:5 (10.), 8:10 (19.), 10:11 (22.), 11:14 (27.), 12:14 (Halbzeit), 16:15 (34.), 17:17 (37.), 19:17 (38.), 21:19 (42.), 21:21 (44.), 23:23 (47.), 24:24 (49.), 25:25 (50.), 26:26 (54.), 28:26 (55.), 29:27 (56.), 30:28 (58.), 30:29 (Ende)
Siebenmeter: 3/1 - 4/4
Rote Karten: -
Zeitstrafen: 3/3
Zuschauer: 2377
Schiedsrichter: Fedtke/Wienrich

Spiel verloren – Schmitt verletzt

07.02.2026 11:00 // hk

2377 Zuschauer sehen den Freitags-Krimi in der Sporthalle „Am Hallo“: TuSEM Essen gewinnt 30:29 (12:14) gegen die Eulen Ludwigshafen. Noch schwerer als die Niederlage wiegt für den Gast aus der Pfalz möglicherweise die Verletzung von Friedrich Schmitt. „Er wurde durch eine sehr harte Attacke aus dem Spiel genommen“, klagt Eulen-Coach Michael Haaß nach der vermeidbaren Niederlage. Rot für den Sünder bleibt nach besagtem rüdem Foul an Torjäger Schmitt aus, Julian Fedtke und Nils Wienrich, das Schiedsrichtergespann aus Berlin, belässt es bei einer Zeitstrafe. Die Diagnose bleibt abzuwarten.

Mats Grupe bärenstark

Zur Pause führen die Eulen 14:12. Das liegt vor allem auch an Mats Grupe, der nach 30 Minuten auf acht Paraden kommt. TuSEM wechselt nach 19 Minuten den Torhüter: Der junge Finn Knaack löst Routinier Dominik Plaue ab – der Zug von Trainer Kenji Hövels zeigt Wirkung. Knaack kommt in elf Minuten auf fünf Parden, am Ende sind es zehn. Mit der fünften verhindert er das 15:11, das Freddy Stüber in der Hand hat. Großartig wie Grupe beim Gegenangriff mit Fußabwehr gegen den freien Finn Wolfram pariert. Sekunden vor der Pause verkürzt Linksaußen Werschkull auf 12:14, zuvor hat Jan Reimer mit einem Siebenmeter nur den Pfosten des Eulen-Tores getroffen. Auf der Gegenseite nutzt Tim Schaller, eiskalt wie fast immer, seine vier Siebenmeter.

Friedrich Schmitt fehlt sehr

Die Eulen verspielten die Pausenführung durch Unzulänglichkeiten in der Abwehr und Chancenwucher. Zu oft rannte sich Marc-Robin Eisel (3 von 7) in der Abwehr fest, Matteo Menges blieb ohne große Wirkung. Unterschiedsspieler Schmitt (3 von 5) fehlte im Verlauf des Spiels sehr.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht mehr so kompakt gestanden, haben eine schlechte Chancenauswertung, Essen rührt dann Beton an“, sagt Torhüter Grupe beim Versuch die Niederlage zu erklären. Nach starker erster Halbzeit hat es Grupe, oft von der Abwehr alleingelassen, schwer. Er hat bis zur 53. Minute nur noch vier Paraden, drei aber sind einfach grandios. So in Minute 36 gegen Kreisläufer Valentin Willner. In der 50. Minute pariert Grupe einen Siebenmeter von Felix Mart und hält seine Farben in der 52. Minute mit fantastischer Parade gegen Wolfram im Spiel. Nach Felix Göttlers 26:25 rückt Žiga Urbič für die letzten sieben Minuten zwischen die Pfosten.

René Zobel dreht auf

„Wir haben es in der zweiten Halbzeit nicht geschafft unsere Deckung so hinzustellen, wie wir das in der ersten Halbzeit gemacht haben. Wir haben zu viele Zweikämpfe verloren. Wenn unsere Chancenverwertung besser gewesen wäre, wären wir auch für einen oder gar zwei Punkte infrage gekommen“, bilanziert Trainer Michael Haaß. So aber marschierte Alexander Schoss, der durchsetzungsfreudige Halbrechte, immer wieder durch, sorgte mit seinen Durchbrüchen für sieben Tore. Auf Halblinks lieferte Felix Göttler. Er steuerte ebenso sechs Treffer bei wie Linksaußen Finley Werschkull. „Wir waren heute nicht bei 100 Prozent. Das sind die kleinen Aussetzer in der Abwehr“, sagte Kapitän Freddy Stüber, derweil sein Trainer rätselte, wieso seine Mannschaft zwei so unterschiedliche Halbzeiten angeboten hat.
„Vier, fünf Leute hatten einen Fehlwurf zu viel – auch ich, Theo, am Ende leider auch Lars“, sagte Stüber in Erinnerung an seine 100-Prozent-Chance, an Theo Straubs drei vergebene Möglichkeiten und Lars Röllers Scheitern in vorletzter Minute. Es wäre das 30:29 gewesen. Röllers erste drei Würfe waren drin!
„René Zobel hat uns durch die zweite Halbzeit getragen und am Leben gehalten“, lobte Michael Haaß den Linkshänder (7 von 12). Beim Stand von 30:28 aber traf Zobel nur den Pfosten. Pech!

In der 34. Minute ging Essen durch Werschkull-Gegenstoß erstmals in Führung (34.). Dass Friedrich Schmitt als Shooter fehlte, vermochte Zobel als Alleinunterhalter wider Willen weitgehend, aber beileibe nicht ganz wettzumachen. Zobels Tore waren sehenswert: So hämmerte er den Ball zum 21:20-Anschlusstreffer in die Maschen, traf zum 23:23, 25:25 und 26:26 und verkürzte zum 27:28. „Dann fängt Zobel an gefühlt vom Parkplatz aus zu treffen …“, sagte TuSEM-Coach Hövels verblüfft.

Das vorentscheidende 30:28 aber hatte der ehemalige Eulen-Profi Max Neuhaus nach fantastischer Drehung erzielt. „Ich wusste gar nicht, dass ich das kann“, sagte der TuSEM-Kapitän lachend. „Scheißegal ob verdient oder nicht verdient, Hauptsache gewonnen“, sagte sein Trainer Kenji Hövels nach dem knappen Sieg. TuSEM ist dadurch bis auf zwei Punkte an die Eulen herangerückt.

Dank für Treue

Das Eulen-Motto beim ersten Heimspiel des neuen Jahres am 18. Februar 2026 gegen die HSG Krefeld-Niederrhein heißt „Bring a Friend“. Das Dankeschön der Eulen für die gelebte Treue gilt den 1009 Dauerkarten-Inhabern. Wer eine Eulen-Dauerkarte besitzt, kann zu diesem Spiel eine Begleitung kostenlos mit in die Halle bringen. „Zusammen anfeuern, zusammen jubeln – genau dafür steht unser Handball“, sagen die Eulen.

Die entsprechenden Freikarten können in der Geschäftsstelle der Eulen in der Luitpoldstraße 42 in Ludwigshafen abgeholt werden oder per E-Mail unter marcel.mayer@eulen-ludwigshafen.de bestellt werden.

Fotos: TuSEM Essen

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