„Es war eine gute Woche“, bilanziert Frederik Zepp. Für sein Umfeld, für seine Freunde, ist er „der Freddy“. Erst hat er sein Abitur am Max-Planck-Gymnasium bestanden, dann hat der 19 Jahre junge Rückraumspieler beim Handball-Zweit-Bundesligisten Eulen Ludwigshafen seinen ersten Profivertrag unterschrieben, der zunächst ein Jahr läuft und am 30. Juni 2027 endet.

Dankbar für die Wertschätzung
Das Abi gibt dem talentierten Handballer erst einmal Sicherheit. „Ich will ein Studium beginnen“, verrät der am 14. Januar 2007 in Ludwigshafen geborene Frederik Zepp. Die Fachrichtung, in die er gehen möchte, lotet der 1,91 Meter große Ludwigshafener derzeit noch aus. Beim TV Rheingönheim und der TSG Mutterstadt hat er mit dem Handball begonnen, im HLZ ist er gereift und hat sich sportlich weiterentwickelt. Sein Talent und sein Leistungswille, sein Ehrgeiz und sein Fleiß führten Frederik auch in die deutsche Jugend-Nationalmannschaft. „Den Vertrag werte ich als Anerkennung durch den Verein“, sagt Freddy Zepp. Er sieht in dem Profi-Kontrakt eine „Wertschätzung“, für die ist er dankbar. Freddy freut sich, mit seinen Freunden Tilo Müller und Lennart de Hooge den nächsten Schritt im Handball gemeinsam gehen zu dürfen. Ob Mitte oder Halblinks ist dem 19-Jährigen dabei „eigentlich gleich“. Sport ist sein Hobby, die Freizeit gestaltet er gerne mit seiner Familie und seinen Freunden.
„Freddy ist eins unserer Top-Talente“
Trainer Michael Haaß hält hohe Stücke auf Freddy Zepp, der Mitte und Halblinks spielt. Beim 37:33-Heimsieg gegen TSV Bayer Dormagen am 4. März 2026 kam Zepp zu einem Kurzeinsatz in der 2. Liga. Der Coach: „Freddy ist in der A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft eine zentrale Figur und hat bei seinen Einsätzen in der 3. Liga gute Leistungen gezeigt. Es ist ein spannender Spieler, den es zu fördern gilt. Man wird mit der Zeit sehen, wohin die Reise mit Freddy geht. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem jungen Spieler, der, wie Lenny de Hooge und Tilo Müller, zu unseren Top-Talenten zählt.“

Sprungbrett HLZ
„Ich werte es grundsätzlich positiv, dass es uns gelungen ist, den Jungen an uns zu binden und ihm in der 2. und 3. Liga eine Plattform für seine Weiterentwicklung bieten zu können“, sagt Christian Deller, der Sportliche Leiter der Eulen. Wichtig sei, die Erwartungen an die Talente nicht zu hochzuschrauben, sondern den jungen Leuten Zeit zum Reifeprozess zu geben. „Wir gehen unseren Weg“, betont Deller. Das HLZ trage weiter Zinsen. „Robin Eisel, Tim Schaller und Mihailo Ilic haben über das HLZ den Sprung zu den Profis geschafft und sind heute Leistungsträger“, betont der Sportliche Leiter.
Fotos: Eulen Ludwigshafen, Ralf Moray
