„Momo“ fällt aus

03.03.2026 10:00 // hk

Viel mehr Pech geht nicht! Die Eulen Ludwigshafen müssen im Abstiegskampf mehrere Wochen ohne Mihailo Ilic auskommen. Der herausragende Abwehrspieler, auch im Angriff mit 25 Toren bei 49 Würfen zuletzt ein spielentscheidender Faktor, erlitt beim Sieg in Dessau einen Ermüdungsbruch am rechten Fuß. Der 23 Jahre alte Halblinke wurde am Montag operiert. So fehlen im Nachholspiel am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen den Tabellennachbarn TSV Bayer Dormagen mit „Momo“ Ilic, Vincent Bülow, Nici Waldvogel und wahrscheinlich auch Friedrich Schmitt vier Rückraumspieler. Matteo Menges, der in Dessau verletzt pausierte, kehrt als Rückraum-Alternative in den Kader zurück. Linkshänder René Zobel hofft noch auf das „Go“ der medizinischen Abteilung.

Kaufland präsentiert die Einlaufkinder

Dormagen gewann zuletzt das so wichtige Heimspiel gegen TuSEM Essen 39:35 und rangiert mit 15:27 Punkten auf Platz 15. Die Eulen haben als Tabellen-13. 16:26 Punkte und augenblicklich sechs Punkte Vorsprung auf die HSG Krefeld Niederrhein auf Platz 17, dem ersten Abstiegsplatz. Schlusslicht HC Oppenweiler/Backnang ist mit 2:42 Punkten abgeschlagen. Das Eulen-Spiel gegen Dormagen leiten Lukas Schwarzmeier aus Frankfurt und Béla Stewen aus Gießen. Dyn überträgt - wie alle Spiele der 1. und 2. Handball-Bundesliga - live und auf Abruf. Karsten Knäuper und sein „Co“ Thorsten Laubscher sind als Live-Reporter gesetzt. Die Einlaufkinder werden ab sofort von Kaufland präsentiert. Die Kids kommen am Mittwoch von der D-Jugend des TuS Neuhofen. Für das beherzte Management der Einlaufkinder sorgt wie immer Kerstin Ungricht.

„Jammern nicht …“

„Wir jammern nicht, wir improvisieren“, sagt Eulen-Trainer Michael Haaß angesichts der Verletzungsmisere, die inzwischen schon fast Seuchencharakter annimmt. „Die Leute, die uns zuletzt getragen haben, sind ja dabei – und doch wieder nicht“, spricht Haaß vor allem auch den Ausfall von „Momo“ Ilic an. „Wir nehmen die Herausforderung an – jede Woche mit einem anderen Kader. So wie es aussieht müssen uns nun eben Jungs aus der 2. Mannschaft oder der Jugend helfen“, sagt der Trainer, der sich in Dessau über das erfolgreiche Mitwirken des 18 Jahre jungen Lennart de Hooge freuen durfte. Haaß: „Das ist ja kein Zufall. Lenny ist bei uns dabei, das ist dann auch abrufbar. Da habe ich mir auch keine Sorgen gemacht. Kann nur gut sein, dass er nun mehr und länger spielen muss …“

Gut ausgebildete Dormagener

Bayer Dormagen kommt mit einer jungen Mannschaft und vertraut mit dem 31 Jahre alten Ex-Magdeburger Julian Bauer auf den jüngsten Cheftrainer der 2. Bundesliga. Das Hinspiel in Dormagen haben die Eulen mit Andrej Kogut als Interimstrainer 26:24 (12:14) gewonnen. „Dormagen hat eine Reihe sehr gut ausgebildeter Spieler. Ich frage mich schon, warum sie nur 15 Punkte haben. Sie haben aber eben auch oft knapp verloren, was zeigt, wie gefährlich diese 2. Liga ist“, sagt Michael Haaß vor dem Kräftemessen in der Ebert-Halle.

Kians besonderer Geburtstag

Eine besondere Rückfahrt nach dem 30:27-Sieg in Dessau, der Ludwigshafener Partnerstadt, erlebt hat Kian Schwarzer, der um Mitternacht mit den Mannschaftskameraden auf seinen 27. Geburtstag anstoßen durfte. Vorher gab’s den 31. Geburtstag von Kapitän Freddy Stüber und den so wichtigen Auswärtssieg zu feiern. „Es hat Spaß gemacht“, frohlockte Kian Schwarzer beim Blick zurück auf einen Geburtstag mit einem so besonderen Spielfilm. Dass die ersatzgeschwächten Eulen mit zwei Punkten im Gepäck die Heimreise würden antreten können, war nicht unbedingt zu erwarten. Kian Schwarzer: „Es war personell eine enge Sache, ich fand aber trotzdem: Es war ein gutes Spiel von uns! Wir haben gut verteidigt und aus dem Positionsangriff nur acht Gegentore bekommen. Das war sehr, sehr gut!“
Das Auftreten, die Wirkung des Kollektivs, gibt dem Linksaußen Mut für den „Klassenkampf“. „Es wird nicht leichter“, sagt der in St. Ingbert geborene Mentalitätsspieler. Schwarzer: „Man hat in Dessau aber auch gesehen was für eine Mannschaft wir haben, welchen Zusammenhalt wir haben.“ Eine wichtige Rolle spielte zuletzt auch der junge Lennart de Hooge – für Schwarzer auch ein Verdienst von Trainer Haaß: „,Hasan‘ gibt Lenny eine klare Aufgabe, sagt ihm einen klaren Spielzug an, das gab ihm Sicherheit und er hat es dann auch sehr gut angestellt. Und dann hilft ihm natürlich auch ein erfahrener Nebenmann wie Robin Eisel.“ Auffällig beim Auftritt in Dessau, dass sich die Eulen auch viele zweite Bälle krallten. So auch Schwarzer, der in der 43. Minute mit seinem Siebenmeter an Ambrosius scheiterte, aber den Nachschuss zum 21:19 ins Netz setzte. „Da gehört natürlich auch Glück dazu. Wir haben uns das Glück aber auch erarbeitet“, betont die Nummer 22 der Eulen. Seit 2023 ist Schwarzer, der Sohn von 2007-Weltmeister Christian Schwarzer, bei den Eulen. Die Geschichte findet 2026/27 ihre Fortsetzung.

Bauen auf die rote Wand

Das Spiel am Mittwoch gegen Dormagen ist das traditionelle 1-Euro-Spiel der Eulen. Das Spieltags-Motto lautet: Alle in Rot. Wer im roten Trikot (auch FCK-Trikots zählen), rotem Pulli, roter Jacke oder Hose oder auch mit rotem Schuhwerk kommt, darf für einen Euro Zweitliga-Handball erleben. Wer sich nachträglich einkleiden möchte, kann am Verkaufsstand am Eingang ein rotes Eulen-Shirt für 5 Euro kaufen und so das 1-Euro-Ticket erwerben.

Dankbar sind die Eulen folgenden Partnern, die dieses Event mitfinanzieren und so erst möglich machen:

Lotto Rheinland-Pfalz, TWL, Pronova BKK, GAG, Sparkasse Vorderpfalz, Eulen-Club 100, Pro Care, ESG, R.O.T., Stefan Sprenger GmbH, H+R Automobile, Physikalische Therapie Christian Simon, Felix Bowling, Dreimädelhaus Oggersheim, City Car Ludwigshafen Hauk GmbH, Peterstaler, Deltas Finest & TS-Sports.

„Das 1-Euro-Spiel ist eine überragende Idee. Es öffnet die Türen auch für Leute, die sich die Karten nicht alle zwei Wochen leisten können, aber die Eulen gerne unterstützen möchten“, sagt Kian Schwarzer, der sich auf die Rückenstärkung durch eine rote Wand in einer möglichst vollen Halle freut. „Das Spiel ist eine Herausforderung mit vielen Eins-zu-Eins-Situationen, mit sehr viel Gewurstel. Wir müssen voll dagegenhalten, den Kampf annehmen. Es geht um zwei wichtige Punkte, um den Abstand auf Krefeld zu wahren. Die Krefelder haben in den letzten zwei Spielen vier Punkte geholt …“, sagt der Linksaußen.

Gäste aus der Tom-Mutters-Schule

Gäste von Lotto-Rheinland-Pfalz und den Eulen sind am Mittwoch 15 Schülerinnen und Schüler der Frankenthaler Tom-Mutters-Schule mit ihren Begleitern. Die Tom-Mutters-Schule, eine Ganztagsschule in der Trägerschaft der Stadt Frankenthal, fördert Kinder und Jugendliche, die in ihrer geistigen Entwicklung beeinträchtigt sind.
Als Ehrengäste erwartet werden der legendäre ,,Euro-Eddy‘‘ Edgar Schmitt, der jetzt als Teammanager der Lotto-Elf fungiert, und Eva-Maria Federhenn. Die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des FSV Mainz 05 ist Leiterin der Handballabteilung der „Nullfünfer“.

Fotos: Harry Reis / Dennis Weissmantel / TSV Bayer Dormagen

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