37 : 33
(18 : 16)

Die Eulen Ludwigshafen

Urbič - Leun (5), Eisel (6), Menges (6) - Straub (1), Schaller (6/3) - Röller (2) – Leon Hein, Stüber (2), Zobel (1), Reis, de Hooge, Falk (2), Schwarzer (6), Zepp – Nicht eingesetzt: Wenning

TSV Bayer Dormagen

Simonsen (1. - 22., 43. Siebenmeter, ab 53.), Oberosler (19. Siebenmeter, 22. - 53.) - Schroven (6), Boehnert (8), Krist (1) - Strosack (3/1), Böckenholt (2/1) - Jan-Christian Schmidt (4) – Leis, Julius Hein, Maximilian Schmidt (3), Kriescher (6), Bertl – Nicht eingesetzt: Pauli, Sondermann
Spielverlauf: 0:1 (1. Minute), 2:3 (4.), 6:5 (7.), 7:9 (10.), 10:9 (13.), 12:12 (19.), 13:12 (20.), 13:14 (23.), 15:15 (26.), 15:16 (27.), 18:16 (Halbzeit), 23:18 (34.), 24:20 (40.), 26:22 (42.), 27:26 (49.), 29:26 (50.), 32:31 (56.), 34:31 (57.), 34:32 (58.), 37:32 (59.), 37:33 (Ende)
Siebenmeter: 4/3 - 4/2
Rote Karten: Leon Hein (7.)
Zeitstrafen: 3/3
Zuschauer: 1939
Schiedsrichter: Schwarzmeier/Stewen

Stolz auf eine Wahnsinns-Truppe

04.03.2026 22:15 // hk

Kampfstarke Eulen Ludwigshafen haben am Mittwochabend trotz erheblicher Personalprobleme vor 1939 Zuschauern das 4-Punkte-Spiel gegen den TSV Bayer Dormagen 37:33 (18:16) gewonnen. Die Eulen rücken in der Tabelle der 2. Bundesliga mit jetzt 18:26 Punkten auf Platz 13 vor. Der Abstand auf die HSG Krefeld Niederrhein auf Platz 17, dem ersten Abstiegsplatz, beträgt jetzt 8 Punkte.

„Es geht immer noch was“

Bayer-Coach Julian Bauer gratulierte den Eulen „zum sehr verdienten Heimsieg“. Bauer: „Wir sind sehr enttäuscht. Wir haben es über 60 Minuten nicht hinbekommen, dass wir die Eulen vor ernsthafte Probleme stellen. Dann ist es Matteo Menges gewesen, den wir nicht in Griff bekommen haben.“ „Was soll ich sagen zu dieser Mannschaft? Ich habe gestern Abend eine Nachricht von Zobel bekommen: Ich kann doch spielen. Er hat nicht trainiert … Eisel geht schon seit Wochen auf der letzten Rille. Menges hat auch nicht trainiert. Wir haben irgendwie versucht einen Kader zusammen zu basteln. Wie die Jungs damit umgegangen sind, ist einfach Wahnsinn. Wir brauchen auch nicht über Taktik reden, wenn die Jungs das über Mentalität schaffen.“

Dankbar ist der Coach den eigenen Fans für die mega Unterstützung. „Micha“ Haaß: „Das Publikum hat gespürt, dass die Jungs Hilfe brauchen. So ist eine Symbiose zwischen Publikum und den Spielern entstanden.“ Der Effekt machte Haaß stolz und fast sprachlos an diesem „besonderen Tag“: „Es geht immer noch was, wenn eigentlich nichts mehr geht.“

Das Pech beutelt die Eulen

Das Verletzungspech hat die Eulen fest in seinen Klauen: So hat es Torjäger Friedrich Schmitt bei seinem Kurz-Comeback in Dessau erneut erwischt. Der Torgarant fiel gegen Dormagen ebenso aus wie Mats Grupe, den eine Zerrung im Hüftbeuger ausbremste. Mihailo Ilic erlitt in Dessau einem Ermüdungsbruch im rechten Fuß und wurde am Montag operiert. Er fieberte mit Vincent Bülow und Nici Waldvogel auf der Tribüne mit, die bereits seit dem 8. Spieltag pausieren müssen. Wieder im Kader standen die Rückraumspieler René Zobel und Matteo Menges. Neben Lennart de Hooge rückten aus dem HLZ-Torhüter Philipp Wenning, Mittelmann Marcel Reis und Rückraum-Talent Frederik Zepp in den Profi-Kader. In den letzten Minuten der Partie erlebte der 19 Jahre junge Zepp sein Saisondebüt bei den Profis.

18:16 zur Pause

Es ist eine nervenaufreibende erste Halbzeit. In der 7. Minute entscheiden Lukas Schwarzmeier und Béla Stewen auf Rot gegen Leon Hein. Ein Irrtum vom Amt: Das Dyn-Bild zeigt, dass der Eulen-Kreisläufer den Weg für Peter Strosack frei macht, es keinen Körperkontakt gibt. Bitter für den 23 Jahre alten Hein, bitter für sein Team. Bis zur 10. Minute setzt sich Dormagen auf 9:7 ab. Nach der Abkehr von der offensiven 5:1- und 4:2-Deckung und der Umstellung auf 6:0 gewinnen die Eulen mehr Stabilität. Mit einem 3:0-Lauf schaffen Stüber und Co. einen 3:0-Lauf – 10:10 nach 13 Minuten. In der 11. Minute hat Žiga Urbič seine erste Parade – und danach ist die Nummer 97 „on fire“. Bis zur Pause hat er acht Paraden auf dem Konto, meistert auch einen Siebenmeter Böckenholts in der 25. Minute. Matteo Menges mit dem 16:16 und Marc-Robin Eisel mit dem 17:16 wenden das Blatt. Mit einem Kempa, inszeniert von Eisel, trifft Finn Leun zum 18:16. Das ist dann auch der Halbzeitstand. An der Führung hat auch „Nothelfer“ Marcel Reis durch eine starke Abwehrleistung eine Aktie. Stark wie er in Minute 20 einen Ball abgreift und einen Top-Pass auf Tim Schaller liefert, der zum 13:12 trifft. „Marcel hat auch einen Assist, und das war kein einfacher“, lobt Matteo Menges. Schaller verbucht nach 60 Minuten 6 von 7.

Menges wächst über sich hinaus

Bis zur 36. Minute setzen sich die Eulen auf 23:18 ab. Danach mobilisiert Bayer-Coach Julian Bauer im Angriff den siebten Feldspieler. Unzulänglichkeiten im Passspiel der Eulen, dazu Lücken im Abwehrverbund – Bayer Dormagen kommt auf und bis zur 49. Minute heran: 27:26. Eine Trumpfkarte, die sticht, verkörpert Kian Schwarzer. Er trifft als Linksaußen, aber auch wie weiland Papa Christian vom Kreis. In der 56. Minute verkürzt der bärenstarke Gäste-Rechtsaußen Kriescher auf 31:32. Finn Leun antwortet gekonnt – er schießt quasi aus der Hüfte das 33:31. Leun macht ein gutes Spiel mit sehenswerten Toren und guter Quote (5 von 7). Im Gegenzug scheitert Maximilian Schmidt an Žiga Urbič. Dessen 12. Parade, insgesamt sind es 14, verzinst der starke Matteo Menges mit dem 34:31. Dann schlägt der wie entfesselt auftrumpfende Schwarzer zu: 35:32, 36:32. Menges (6 von 9) lässt das 37:22 folgen – das Spiel ist entschieden. „Im Positionsangriff hat Menges für viel Wirbel gesorgt. Dass er so über sich hinausgewachsen ist, hat uns heute sehr geholfen“, lobt Trainer Haaß. „Ich habe noch nie erlebt, dass so viele Rückraumspieler auf einmal ausgefallen sind“, sagt Matteo Menges, der Anfang Dezember aus Coburg nach Ludwigshafen kam. „Von 0 auf 50, 55 Minuten, das ist natürlich ein Brett. Damit habe ich nicht gerechnet. Aber im Großen und Ganzen kann ich der Mannschaft gut helfen“, meint der Hochgelobte. Aus 37 Würfen hat der 21-Jährige bisher 22 Tore gemacht.
Die Eulen aber durften sich einmal mehr aber auch über ihren Antreiber freuen. Spielmacher Eisel machte 6 von 8, erhöhte sein Trefferkonto von 99 auf 105 Tore.

Der 100-Prozent-Schwarzer

„Durch die Ausfälle musste jeder alles, was er hatte, auf der Platte lassen“, sagt Kian Schwarzer, der mit 6 von 6 eine stolze 100-Prozent-Quote erarbeitet. „Kian Schwarzer ist immer für etwas Besonderes gut“, lobt Trainer Haaß das Schlitzohr. „Mit 37 Toren können wir zufrieden sein“, bilanziert der Linksaußen. Schwarzer findet aber auch Lob für die Nachrücker aus dem HLZ: „Jeder kriegt seine Aufgabe. Jeder kriegt seine Chance, gerade auch die Jungs aus dem HLZ.“ Dankbar ist der 27-Jährige auch den Fans für die tolle Unterstützung beim 1-Euro-Spiel: „Gerade weil so viele Stammkräfte fehlen, brauchen wir den 8. Mann!“ Bemerkenswert die Abwehrklasse von Routinier Alex Falk und das mannschaftsdienliche Auftreten von René Zobel. Er arbeitete engagiert in der Deckung, schaffte trotz seiner frühen zwei Zeitstrafen ohne Rot aus der Partie zu kommen. Selbstlos wie er beim Tempogegenstoß in der 34. Minute Kollege Falk den Ball überließ, der zum 21:18 traf.

Danke, Partner!

Das 1-Euro-Spiel gegen Dormagen ermöglichten 18 Partner der Eulen. Die Eulen sagen Dank an Lotto Rheinland-Pfalz, TWL, Pronova BKK, GAG, Sparkasse Vorderpfalz, Eulen-Club 100, Pro Care, ESG, R.O.T., Stefan Sprenger GmbH, H+R Automobile, Physikalische Therapie Christian Simon, Felix Bowling, Dreimädelhaus Oggersheim, City Car Ludwigshafen Hauk GmbH, Peterstaler und Deltas Finest & TS-Sports.

Gäste aus der Tom-Mutters-Schule

Gäste von Lotto-Rheinland-Pfalz und den Eulen beim Spiel gegen Dormagen waren 15 Schülerinnen und Schüler der Frankenthaler Tom-Mutters-Schule mit ihren Begleitern. Die Tom-Mutters-Schule, eine Ganztagsschule in der Trägerschaft der Stadt Frankenthal, fördert Kinder und Jugendliche, die in ihrer geistigen Entwicklung beeinträchtigt sind. Für Lotto mit am Start war der legendäre ,,Euro-Eddy‘‘ Edgar Schmitt, der jetzt als Teammanager der Lotto-Elf fungiert.

Am Sonntag gegen Bietigheim

Am Sonntag (17 Uhr) endet die „englische Woche“ der Eulen mit dem Spiel gegen Zweitliga-Spitzenreiter SG BBM Bietigheim. Es ist ein Aktionsspieltag: Die Polizeiinspektion Ludwigshafen 2 und die Eulen Ludwigshafen, seit 2021 partnerschaftlich in der Aktion „Wir gemeinsam für LU“ verbunden, stellen ihre Präventionskampagne „Klar im Kopf – Klar im Spiel“ rund um die Partie vor. Die Kampagne soll helfen, Kinder und Jugendliche für die Gefahren von Alkohol und Drogen zu sensibilisieren.

Polizei und Eulen Hand in Hand

„Wir gemeinsam für LU“ – das ist die gelebte, die lebendige Partnerschaft von Polizei und Eulen. Hand in Hand engagieren sie sich für ihre Stadt und für ihre Bürger! Die Besucher des Aktionstages erwartet ein umfangreiches Informationsangebot mit vielen Mitmachaktionen von Polizei, Suchthilfenetzwerk und Gemeindepsychiatrie der Stadt Ludwigshafen, des Regionalen Arbeitskreises Suchtprävention, vom Haus der Diakonie Ludwigshafen, der Krankenkasse „Pronova BKK“ und des Grünstadter Start Ups „Drop Detective“.

Angeboten werden detaillierte Informationen zur Suchtprävention und zur Thematik Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Die Zuschauer können ihr Wissen in einem Quiz abprüfen oder im Rauschbrillenparcours die Auswirkungen von Drogen austesten.

Fotos: Harry Reis / SG BBM Bietigheim

Die Pressekonferenz

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