Kampf ums sportliche Überleben

19.12.2025 10:00 // hk

Am Sonntag wird die 4. Adventskerze entzündet – bei den Eulen gibt es nach dem 32:32 von Potsdam und dem 31:30-Sieg beim TuS Ferndorf wieder mehr als nur einen Funken Hoffnung: Am Samstag (19.30 Uhr) treffen die Eulen Ludwigshafen in eigener Halle auf HC Oppenweiler/Backnang. Das Spiel verheißt Abstiegskampf pur: Die Eulen sind mit einem Spiel im Hintertreffen und mit 9:19 Punkten Tabellen-14., Oppenweiler ist mit 2:18 Punkten Tabellenletzter. Eulen-Coach Michael Haaß sagt deutlich: „Wir kämpfen ums sportliche Überleben.“ Schiedsrichter der Partie sind Paul Kijowsky aus Koblenz und Lukas Strüder aus Mainz. Dyn überträgt - wie alle Spiele der 1. und 2. Handball-Bundesliga - live und auf Abruf. Gesetzt mit Stammplatzgarantie ist das Reporter-Duo Karsten Knäuper/Thorsten Laubscher.

Ausweich-Parkplatz bei den TWL

Ab Montag öffnet der Ludwigshafener Weihnachtscircus seine Tür, das Circus-Zelt ist wie in den Vorjahren auf dem Platz vor der Friedrich-Ebert-Halle aufgeschlagen. Die Parkfläche für Besucher des Handballspiels ist deshalb schon am Samstag eingeschränkt. Ausweichmöglichkeit besteht auf dem benachbarten Parkplatz der TWL.

Die Mutter der Kompanie

Die Eulen haben im Vorverkauf 1850 Karten abgesetzt und rechnen mit rund 2000 Besuchern, sagt Geschäftsstellenleiter Marcel Mayer. Sponsor of the day ist der Eulen-Club 100. Die E-Jugend des TuS Neuhofen und eine Mannschaft des TSV Kobras Speyer sind als Einlaufkinder am Start. Auf einen Heimsieg hoffen - wie immer - natürlich auch die Wolfsgruben-Kids. Wenn die Eulen gewinnen, backt Kerstin Ungricht, die stellvertretende Kita-Leiterin, immer einen Schoko-Kuchen. Für die Einlaufkinder ist Kerstin Ungricht quasi die Mutter der Kompanie.

„Höllisch aufpassen!“

Der frühere Eulen-Profi Stephan Just hat Oppenweiler als Trainer in die 2. Bundesliga geführt. Nach sieben Spieltagen mit 2:12 Punkten wurde „Apollo“ beurlaubt und durch das Trainergespann Tobias Klisch/Volker Blumenstein ersetzt. „Wir haben Riesenrespekt vor der Aufgabe“, sagt Eulen-Trainer Michael Haaß. „Unterschätzen verboten“, heißt seine strikte Anordnung. „Das ist eine Mannschaft, die nach jedem Strohhalm greift, die Morgenluft wittert und zuletzt mehrfach nah dran war“, warnt Haaß vor allem auch mit Blick auf den starken Auftritt des HCO bei der 27:28-Niederlage in Bietigheim. Haaß: „Wir müssen höllisch aufpassen!“

Hoffen auf die Fans

„Das Spiel in Ferndorf hat sehr, sehr gutgetan, weil wir einen Rückstand gedreht haben. Es tut einer Mannschaft gut, wenn sie bei Rückständen merkt, dass sie es noch schaffen kann, wenn sie beim Plan bleibt, wenn sie cool bleibt“, sagt Haaß. „Wir müssen am Samstag nicht so sehr auf die Situation schauen, wir müssen bei uns bleiben“, betont der Eulen-Trainer und baut auch auf die Unterstützung der Fans: „Zuletzt haben wir den Leuten Grund gegeben, dass sie wieder in die Halle kommen und uns anfeuern. Es ist ein Kampf ums Überleben!“

Mit Freude ins Heimdebüt

„Die letzten guten Ergebnisse geben Selbstvertrauen. Auf der Welle wollen wir weiter schwimmen“, sagt Freddy Stüber, der Kreisläufer der Eulen. „Wir müssen versuchen, die Basics wieder umzusetzen, und uns an die Regeln halten“, beschwört der Kapitän Plantreue und Mentalität: „Es geht darum, als Mannschaft eine gute Leistung abzurufen und die Halle mitzunehmen.“ Ein Heimsieg würde weiter Luft im Kampf gegen den Abstieg verschaffen, weiß Torhüter Mats Grupe, der auch darauf setzt, dass die drei Punkte aus den beiden letzten Spielen der Mannschaft einen Schub geben: „Dadurch ist der allergrößte Druck erstmal vom Kessel.“ Er weiß: Das Muss spielt mit! Auf seine Heimpremiere im Eulen-Trikot freut sich der aus Coburg gekommene Wirbelwind Matteo Menges, der bei seinem Debüt in Potsdam und beim Sieg in Ferndorf einen Top-Einstand bei den Eulen hatte. „Die Punkte waren eine Belohnung, jetzt ist ein Sieg Pflicht“, sagt der 21-Jährige.

Friedrich Schmitt zahlt mit Leistung

Ein wichtiger Faktor im Eulen-Spiel geworden ist der im Sommer aus Leipzig gekommene Friedrich Schmitt. Seine schnelle Entwicklung zu einem Leistungsträger überrascht auch seinen Trainer. „Durch die Verletzungen bekam Friedrich viel Verantwortung. Das Vertrauen zahlt er mit Leistung zurück“, lobt Trainer Michael Haaß den 21-Jährigen. „Er besitzt Qualität! Er hat ein starkes Zweikampfverhalten und einen Wurf. Das ist seine Waffe“, attestiert Haaß und sieht auch deutliche Fortschritte in der Abwehr-Mitarbeit des 2,07 Meter großen Halblinken. Er hat bei seinen 13 Einsätzen 72 Tore bei 128 Würfen erzielt und 19 Assists verbucht. Bester Vorbereiter der Eulen ist Marc-Robin Eisel mit 30 Assists. Er traf in 14 Spielen bei 104 Versuchen 65-mal.

Gäste vom DRK Bad Bergzabern

Mit dem geschätzten Partner Lotto Rheinland-Pfalz begrüßen die Eulen am Samstag 15 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des DRK Ortsvereins Bad Bergzabern mit dem Stellvertretenden Bereitschaftsleiter Ralf Schaubhut an der Spitze zum Spiel. Seit eineinhalb Jahren läuft die Aktion von Lotto und den Eulen, bewährte Ehrenamtler aus karitativ und sozial engagierten Einrichtungen als VIP-Gäste zum Live-Handball einzuladen. Ehrengast ist Rudolf Storck, der Präsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz.

Miron zieht ein großes Los

Eigentlich sollten fünf Wünsche vom Weihnachtswünsche-Baum, den die Eulen beim Heimspiel gegen TuS N-Lübbecke aufgestellt hatten, erfüllt werden. Es wurden mehr! „Wir konnten jetzt sogar 15 Wünsche erfüllen“, bilanziert Lea Löbs. Die Werksstudentin ist bei den Eulen zuständig für den Fan- & Onlineshop, Merchandising & Trikots.

Lea Löbs: „Wir haben ganz verschiedene Wünsche erfüllen können – von Fanschals, Eulchen, signierten Trikots, original getragenen Trikots und signierten Bällen bis hin zu einem Schulbesuch unseres Trainers Micha Haaß im neuen Jahr. Es war wirklich schön zu hören, wie begeistert die Eltern waren, als wir ihnen diese Nachricht telefonisch mitgeteilt haben.“ Begeistert war auch Miron Dietze-Selent. Sein Wunsch war ein Trainingsbesuch bei den Eulen. Der Wunsch ging schon am Dienstag in Erfüllung. Miron, 11 Jahre alt, durfte, freundlich begrüßt, begleitet von seinem Vater, das Training der Profis verfolgen. Zwischenzeitlich sorgte Kapitän Stüber dafür, dass der kleine Ehrengast sich an der Süßigkeiten-Box der Profis bedienen durfte. Miron spielt beim VSK Niederfeld Handball, er wird halblinks eingesetzt, und war im Eulen-Trikot mit der Nummer 20 leicht als Alex Falk-Fan zu erkennen. Mit Falk und Co. ein bisschen Handball spielen und dazu ein Gruppenbild mit der Mannschaft – Miron hat ein großes Los gezogen. Strahlend hat er sich verabschiedet.

Fotos: Harry Reis, Dennis Weissmantel

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