„Friedrich der Große“ bleibt

23.01.2026 17:30 // hk

Morgenstund‘ hat Gold im Mund: Am Donnerstag, 8.30 Uhr, wurde Friedrich Schmitt zur Vertragsunterzeichnung in der Geschäftsstelle der Eulen Ludwigshafen erwartet. Der 21 Jahre alte Torjäger, 2,07 Meter groß, seit Sommer 2025 bei den Eulen, kam, sah und unterschrieb: „Friedrich der Große“ hat seinen im Sommer auslaufenden Kontrakt bis zum 30. Juni 2027 verlängert.

87 Tore und 22 Assists in 16 Spielen

„Wir sind maximal happy, dass er bleibt, weil wir ja auch wissen, dass es für ,Frieda‘ einen Markt gibt“, sagt Eulen-Geschäftsführer Domenico Marinese. Friedrich Schmitt, der zuvor beim SC DHfK Leipzig Bundesligaluft schnupperte, aber weitgehend in der Drittliga-Mannschaft der Sachsen zum Einsatz kam, war bei den Eulen in der Hinrunde in 16 der 17 Spiele dabei. Der Halblinke erzielte 87 Tore. In der Torjägerliste der 2. Liga rangiert er auf Platz 10, bei den Feldtorschützen ist er Dritter nach dem Coburger Mikael Helmersson, der 91 mal traf, und Hagens Pouya mit 88 Toren. Beide haben ein Spiel mehr als Schmitt bestritten, für den zudem 22 Assists gelistet sind.

Lernen und reifen

„Die Gründe dafür, dass ich bleibe? Der Trainer, die Mannschaft und die Erkenntnis, dass ich hier noch sehr viel lernen kann und in meiner Rolle noch mehr Verantwortung übernehmen möchte und weiter an meinen Baustellen arbeiten, mich weiter verbessern will“, erklärt der viel umworbene Friedrich Schmitt seine Entscheidung zur Vertragsverlängerung. Auch nach dem Fehlstart in die Saison, den ersten schwierigen Monaten samt der Ablösung von Trainer Johannes Wohlrab habe er keine Zweifel gehabt, „dass ich den richtigen Schritt mit dem Wechsel nach Ludwigshafen gemacht habe“, versichert der 2,07 Meter große Rückraumspieler. „Ich habe mich hier von Anfang an wohlgefühlt“, betont der am 3. Oktober 2004 in Reinbek bei Hamburg geborene Handballer: „Der Verein ist sehr familiär. Ich werde unterstützt, wo es nur geht.“ Einen großen Stellenwert haben für ihn die Eulen-Fans: „Es macht Spaß, wenn sie uns anfeuern. Es ist ein geiles Gefühl, in der Ebert-Halle zu spielen.“

Den Aufwärtstrend fortsetzen

Natürlich verfolgt Friedrich Schmitt die EM-Auftritte der deutschen Mannschaft und fiebert mit. Der frühere Junioren-Nationalspieler kam über die Stationen HSV Weimar und HSV Apolda 2020 nach Leipzig. Im Internat lernte er dort seine heutigen Mitspieler Finn Leun und Matteo Menges kennen. Für Schmitt, dessen Ehrgeiz Trainer Michael Haaß sehr schätzt, zählt vor allem „das Hier und Jetzt“. Die erarbeiteten Fortschritte zahlten sich mit sechs Punkten aus den letzten fünf Spielen aus, betont er. Den positiven Trend gilt es in der Rückserie fortzusetzen, sagt der Mann, der bei den Eulen das Trikot mit der Nummer 29 trägt. Mikkel Hansen ist Schmitts Vorbild. Er hat einen jüngeren Bruder, der in der Jugend von Alba Berlin Basketball spielt, und eine jüngere Schwester, die in der Leichtathletik aktiv ist. So spielt die Familie eine wichtige Rolle im Leben des leidenschaftlichen Handballers. Freunde zu treffen, Musik, Dart, Basketball und Kochen nennt er als Hobbies. Schmitt strebt ein Lehramtsstudium an. Mit viel Freude ist er derzeit als Praktikant an der Albert-Schweitzer-Schule in Ludwigshafen aktiv, wenn der Handball ihm Freiräume gibt.

Extrem motiviert

„Eine Wahnsinnskurve“ bestaunt Eulen-Trainer Michael Haaß bei der spielerischen Entwicklung von Friedrich Schmitt. „Es ist eine bemerkenswerte Leistungskurve – oft über 60 Minuten“, lobt der Coach den Halblinken. Haaß findet es total bewundernswert, dass ein so junger Spieler so viel Verantwortung in der Mannschaft, für die Mannschaft übernimmt. Haaß: „Ich freue mich ein weiteres Jahr mit Friedrich zusammenarbeiten zu dürfen. Ich bin gespannt wie es weiter geht, wie weit es geht. Friedrich ist extrem motiviert und lernwillig.“

Kopf nicht verloren

Überglücklich über die Vertragsverlängerung mit Friedrich Schmitt ist Christian Deller, der Sportliche Leiter der Eulen. „Friedrich ist stabil geblieben, trotz der ganzen Angebote aus der Bundesliga. Er will sich hier unter Trainer Michael Haaß weiter entwickeln und sieht große Möglichkeiten bei uns weiter zu kommen“, sagt Deller: „Die Bundesliga hat gerufen, aber der junge Kerl hat seinen Kopf nicht verloren. Friedrich hat sich den Kopf nicht verdrehen lassen. Wir wollen ihm helfen, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen. Ein großes Lob gebührt auch seinem Berater für eine verantwortungsvolle Karriereplanung.“

Fotos: Harry Reis, Eulen Ludwigshafen

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