24 : 35
(10 : 16)

Die Eulen Ludwigshafen

Urbič (1. - 23., 31. - 44.), Wenning (23. - 30., 44. - 60.) - Leun (2), Bülow, Eisel (3) - Falk (2), Schwarzer - Röller (1) - Zobel (3), Schaller (8/7), Hein (1), Straub (1), Menges, Schmitt (2), de Hooge (1) – Nicht eingesetzt: Zepp

VfL Lübeck-Schwartau

Ferjan (1. - 51.), Conrad (Siebenmeter4., 46., ab 51).- Nickelsen (9), Holpert (11), Hagedorn (4) - Holzhacker (2), Speckmann (1) - Houmöller (1) – Schramm, Hartwig, Emdorf (2), Heinemann (4), Cohen (1)
Spielverlauf: 0:1 (3. Minute), 3:5 (10.), 7:7 (15.), 7:12 (23.), 9:14 (25.), 10:16 (Halbzeit), 14:22 (41.), 18:27 (47.), 22:31 (53.), 22:32 (54.), 24:35 (Ende)
Siebenmeter: 7/7 - 0/0
Rote Karten: -
Zeitstrafen: 3/5
Zuschauer: 2101
Schiedsrichter: Kijowsky/Strüder

Debakel trübt Legenden-Feiertag

10.04.2026 22:27 // hk

Ein Debakel der Eulen trübt die Hochstimmung beim Traditionsspieltag in der Friedrich-Ebert-Halle: Unter dem Leitmotiv „30 Jahre Bundesliga“ traten die Eulen am Freitagabend gegen den VfL Lübeck-Schwartau in Erinnerung an den Aufstieg am 30. April 1995 in Traditionstrikots an. Das Spiel vor 2101 Zuschauern aber geriet zu einem Waterloo. Die Eulen gingen unter, sie blamierten sich bei der 24:35 (10:16)-Heimschlappe gegen starke Lübecker. Alle überragend: Magnus Holpert, Lübecks Regisseur, mit 11 Toren. Bester Werfer der Eulen: Tim Schaller: 8 von 9. Er verwandelte alle seine sieben Siebenmeter. Das muss man sich erstmal trauen! Den Eulen droht nach 30 Jahren Bundesliga der Abstieg in die Drittklassigkeit. Die Heimschlappe tut weh, da ist vor allem aber auch das Verletzungspech.

Im Vorabendprogramm unterlag die weibliche deutsche U18-Nationalmannschaft Frankreich vor 869 Zuschauern 24:26 (15:14).

Legendentrikot für Thorsten Laubscher

Viele Spieler der legendären Aufstiegsmannschaft und Spieler aus der ersten Saison in der 2. Bundesliga samt Aufstiegstrainer Wilfried Job waren Gäste beim Traditionsspieltag. Michael Pfeil, der Siegtorschütze beim 24:23 gegen den TV Kirchzell im entscheidenden Aufstiegsspiel, wurde am 30. April 1995 als „Held von Amorbach“ gefeiert. Der Teamplayer unterstreicht das Miteinander: „Wir sind alle Helden, alle Spieler, die Fans, der Trainer, der Manager, die Visionäre.“

Die Hallenwand in der Eberthalle zieren - neu und top gestylt – neun Legendentrikots. Seit Freitagabend ist ein zehntes Trikot dazu gekommen: Thorsten Laubscher, der einstige Halbrechte, ein Gesicht der Aufstiegsmannschaft von 1995, wurde nach dem Spiel mit dem Legendentrikot mit seiner Nummer 6 überrascht. 16 Jahre - von 1992 bis 2008 - spielte Laubscher für die Eulen. Die alten Kameraden Philipp Grimm, Stefan Pfeiffer, Axel Wilbrandt und Uli Spettmann trugen das Trikot in die Halle. Von links nach rechts zieren jetzt die Trikots von Laubscher, Uli Spettmann (Nummer 10), Stephan Pfeiffer (Nummer 16), Kult-Betreuer Günter Stürm, Philipp Grimm (Nummer 4), Kevin Klier (Nummer 1), Gorazd Škof (Nummer 16), Kult-Coach Ben Matschke, Gunnar Dietrich (Nummer 8) und Max Haider (Nummer 14) die Wand neben der elektronischen Anzeigetafel. Den entscheidenden Impuls für die späte Ehrung Laubschers kam von Karsten Knäuper. Er weiß als Dyn-Live-Reporter Thorsten Laubscher als „Co“ an seiner Seite. Knäuper würdigte den Dauerbrenner als „Eulen-Legende“. Stephan Pfeiffer, der Ex-Torwart, würdigte den alten Mitspieler als „sehr verdienten Spieler“, vor allem auch als besonderen Menschen, mit einem offenen Ohr für die jungen Mitspieler. „Ich bin total geflasht“, gestand Laubscher, völlig überrascht von der Ehrung, die ihn sehr glücklich stimmte. Er litt als Co-Kommentator Not beim Spiel – und hätte sich angesichts des wunderbaren Rahmens natürlich einen anderen Spielverlauf gewünscht. „Das Ergebnis trübt das Ganze“, sagte Laubscher, der 1992 von SVF Ludwigshafen zur TSG Friesenheim kam. Mit den alten Kameraden erlebte Laubscher dann aber noch einmal eine ganz besondere dritte Halbzeit. Die aktuelle Mannschaft stand quasi Spalier bei der Ehrung der Legende. „Wir hätten uns nach dem Spiel am liebsten verkrochen. Aber aus Respekt vor Thorsten und seiner außergewöhnlichen Leistung und Treue zum Verein sind wir dabeigeblieben“, sagte Cheftrainer Michael Haaß. Die Haltung stimmt!

„Das war gar nichts“

15 Minuten sind die Eulen auf Augenhöhe, egalisieren durch Tim Schallers dritten Siebenmeter zum 7:7. Dann der Riss – ein 0:5-Lauf zum 7:12. Zur Pause liegen saft- und kraftlose Eulen hoffnungslos 10:16 zurück, das ist die Quittung für viel zu viele technische Fehler und eine nicht existente Abwehr. So marschieren Magnus Holpert und Einar Nickelsen immer wieder ungehindert durch die Mogelpackung namens Abwehr.

Žiga Urbič pariert einen einzigen Wurf, räumt sein Reich nach 23 Minuten für Philipp Wenning. Unterm Strich: vier Paraden. Vincent Bülow führt eine kopflose Mannschaft als Kapitän, die Freddy Stüber und Mihailo Ilic in der Abwehr nicht zu ersetzen weiß. Kurz vor der Pause verletzt sich Finn Leun am Schlüsselbein und verstärkt das Lazarett. Robin Eisel quält sich mit einer Schulterverletzung über die Runden. In Minute 24 kommt Friedrich Schmitt – erste Schritte nach einer einzigen, halben Trainingseinheit auf dem Weg zurück nach langer Verletzungspause. Seine beiden ersten Würfe krallt sich Mark Ferjan. Am Ende sind’s 2 von 6. „Wir haben es 60 Minuten nicht geschafft das umzusetzen, was wir uns die ganze Woche über vorgenommen haben“, sagte Vincent Bülow nach dem Desaster. Bülow, erstmals Eulen-Kapitän: „Egal ob Abwehr, Angriff oder die Torhüter – das war gar nichts. Bei denen ist alle gelungen und wir haben sie dazu eingeladen.“ „In der Abwehr fehlten uns die Alternativen. Wir hatten überhaupt keinen Zugriff“, sagte Trainer Haaß. Nächsten Freitag (20 Uhr) geht’s weiter im Spiel beim TuS N-Lübbecke.

Göllheim sagt Danke

Mit Lotto Rheinland-Pfalz haben die Eulen bei jedem Heimspiel Gäste aus sozial und karitativ engagierten Einrichtungen oder Vereinen zu Gast. VIP-Gäste von Lotto und den Eulen waren am Freitagabend 15 Mitstreiter des Handball-Fördervereins Göllheim, der die Nordpfälzer Wölfe unterstützt. ,,Kinder stark machen“ ist ein Leitmotiv des von Jürgen Dhom als Vorsitzendem geführten Fördervereins, der 1993 gegründet wurde und 1995 gar schon die deutsche, 1994 die russische Nationalmannschaft zu Testspielen nach Göllheim lotste. Im Juni 2022 waren die damaligen Eulen-Asse Pascal Bührer und Christian Klimek beim Tag des „Donnersberger Sports“ zu Gast in Göllheim und trainierten mit den Handball-Kids. „Wir sagen viele Dank an Lotto und die Eulen. Wir drücken die Daumen, dass sie drinbleiben“, sagte Dhom am Freitag nach dem auch das Gruppenbild geschossen war. Mit dabei: der verletzte Kapitän Freddy Stüber und Alex Falk.

Benefizkonzert in der Friedenskirche

Wir haben auch noch einen Tipp für kulturellen Hochgenuss – und den gibt’s am Sonntagabend gratis: Um 19 Uhr ist das SAP-Sinfonieorchester zum fünften Mal zu einem Benefizkonzert zugunsten des Fördervereins Hospiz & Palliativ für die Stadt Ludwigshafen und den Rhein-Pfalz-Kreis in Ludwigshafen. Einlass in der Friedenskirche in der Leuschnerstraße 56 in Friesenheim ist ab 18.30 Uhr. Gespielt werden Stücke von Mozart, Edward Elgar und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Als Solist mitwirken wird David Neuhaus.

Fotos Harry Reis

Die Trainerstimme nach dem Spiel

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